Studium

Warum Semesterbeiträge an NRW-Unis so unterschiedlich sind

In Bochum müssen die Studenten 326,02 Euro zahlen.

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In Bochum müssen die Studenten 326,02 Euro zahlen. Foto: dpa

Essen.  Im April beginnt das neue Sommersemester an den Universitäten in der Region. Für die Studenten heißt das: Semesterbeitrag überweisen.

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Studenten kennen es: Kurz vor Semesterbeginn reißt die Überweisung des Semesterbeitrags ein Loch in den Geldbeutel. Doch der zu entrichtende Beitrag ist nicht an jeder Universität in der Region gleich hoch. Allein zwischen den Beiträgen an der Universität Siegen und der Ruhr- Universität Bochum liegt eine Differenz von mehr als 70 Euro.

Bochum ist Spitzenreiter mit einem Semesterbeitrag von 326,02 Euro, gefolgt von der Universität Duisburg-Essen (304,62 Euro) und der Technischen Universität Dortmund (291,46 Euro). Außerhalb des Ruhrgebiets ist es etwas günstiger, in Düsseldorf zahlen Studenten 288,22 Euro. „Wir haben eine effiziente Studienvertretung und Verwaltung“, begründet Dieter Joswig von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf den vergleichsweise niedrigen Beitrag. In Siegen liegt der Beitrag bei nur 256,08 Euro für das kommende Sommersemester.

Die Semesterbeiträge setzen sich im Wesentlichen aus drei Teilbereichen zusammen. Mehr als die Hälfte des Geldes ist für das Semesterticket. 196,62 Euro müssen dafür im VRR-Gebiet gezahlt werden, in Siegen sind es nur 152,08 Euro. „Das Semesterticket der Verkehrsgemeinschaft Westfalen Süd (VGWS) umfasst einen kleineren Radius, weshalb es billiger ist“, erläutert André Zeppenfeld von der Universität Siegen.

Das Studentenwerk, das sich beispielsweise um Mensen und Wohnheime kümmert, bekommt an den fünf Universitäten zwischen 79 (Düsseldorf) und 107,5 Euro (Bochum). Marian Thöne vom Bochumer Studentenwerk "Akafö" begründet den höheren Beitrag so: „Wir haben ein breites kulturelles Angebot und sind noch eine relativ junge Universitätsstadt. Daher mussten wir viele Strukturen selbst aufbauen. Die Beiträge erhöhen wir nur ungern, das ist manchmal aber die einzige Lösung, da die Unterstützung durch das Land stark zurückgegangen ist."

Außerdem bekommen die Studentenausschüsse, Geld. Aber es gibt auch überraschendere Posten beim Semesterbeitrag. Beispielsweise zahlen Studenten der TU Dortmund 25 Cent pro Semester für das Campusradio „Eldoradio“.

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