Stromerzeugung

So vermurkst man die Energiewende

Ein Kommentar von NRZ-Redakteur Holger Dumke.

Ein Kommentar von NRZ-Redakteur Holger Dumke.

Foto: nn

Das NRW-Solarkataster ist gut! Viel mehr Positives gibt es über die Politik der Landesregierung in Sachen Energiewende leider nicht zu sagen.

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Zehn Prozent beträgt der Anteil der Erneuerbaren Energien laut jüngsten Daten an der Nettostromerzeugung in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Allein die Braunkohle kommt auf mehr als 41%. Keine Frage also: Bis zum Gelingen der Energiewende ist der Weg noch weit. Zugleich wird das Wetter immer verrückter (20 Grad und Trockenheit im November!). Der Klimawandel kostet in der Land- und Forstwirtschaft und in der Binnenschifffahrt längst richtig Geld. Er macht die Energiewende zur drängenden Aufgabe.

Und was macht die Politik?

Murks.

Es ist ja richtig, dass Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) jetzt aufs große Potenzial der Solarenergie für NRW hinweist, das neue Kataster ist eine prima Sache. Nur wird sich das Potenzial nicht heben lassen, wenn der Bund durch eine Förderkürzung bei größeren Photovoltaik-Anlagen reingrätscht. Man wird auch nicht die Verluste beim Windkraftausbau ausbügeln können, nachdem Schwarz-Gelb den Bau neuer Windräder in NRW abgewürgt hat. Wind und Sonne müssen zusammen starke Säulen der Energiewende sein.

Hinzukommt: Der Solarenergie-Vorstoß der Landesregierung ist halbherzig. Was fehlt, ist ein starkes Signal. Ja, Photovoltaik rechnet sich! Die Landesregierung sollte vorangehen und auf den Dächern der NRW-eigenen Gebäude großflächig Anlagen installieren lassen. Platz genug ist auf den Ministerien, Amtsgebäuden, Hochschulen und Uni-Kliniken.

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