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Solidaritätszuschlag bald weg? So viel würden Sie sparen

Finanzminister Olaf Scholz will den Solidaritätszuschlag nur noch für Vielverdiener.

Finanzminister Olaf Scholz will den Solidaritätszuschlag nur noch für Vielverdiener.

Foto: Jens Büttner / dpa

Berlin.  Der Solidaritätszuschlag soll 2021 abgeschafft werden. Doch nicht für alle. Die „Reichen“ sollen weiter zahlen. Wer wieviel spart.

Nach Plänen von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) soll für die meisten Bürger der Solidaritätszuschlag, kurz „Soli“, ab 2021 wegfallen. Laut Bundesfinanzministerium (BMF) sollen nur noch die Reichen zur Kasse gebeten werden. Die Union pocht auf eine vollständige Abschaffung für alle Soli-Zahler.

Wer nach Scholz’ Plänen wieviel zahlt, zeigen Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) in München.

Haushalte mit hohen Einkommen sparen mehr

Dazu erklärt ifo-Experte Maximilian Blömer: „Die geplante Soli-Reform wird hohe Einkommen am stärksten entlasten. Im Referentenentwurf wird die Übergangszone leicht abgeflacht. Das ist aus Anreizgründen sinnvoll, entlastet aber auch die oberen zehn Prozent der Einkommen knapp über der Grenze.“

Zudem sei die Ersparnis für Haushalte mit Kindern geringer. Der Grund: „Die zu versteuernden Einkommen [Netto-Einkommen nach Abzug von Freibeträgen und Werbungskosten, Anm. d. Red.] sind für die höheren Brutto-Einkommen aufgrund der Kinderfreibeträge niedriger. Die Haushalte mit Kindern zahlen weniger Steuern“, sagt Blömer.

Kommentar: Warum Scholz’ Gesetz zum Soli Etikettenschwindel ist

Der Soli war 1991 als Ergänzungsabgabe zur Einkommen- und Körperschaftsteuer eingeführt worden, um die Wiedervereinigung zu finanzieren. Er war ursprünglich auf ein Jahr befristet.

Der Soli-Zuschlag beträgt 5,5 Prozent der Körperschaft- oder Einkommensteuer, insgesamt brachte er dem Staat im Haushaltsjahr 2018 laut Finanzministerium 18,9 Milliarden Euro ein.

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