Online-Format

Warum der AfD-Chef keine Zuschauerfragen der ARD beantwortet

Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland.

Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  AfD-Chef Alexander Gauland hat keine Lust bei einer Fragerunde mit ARD-Zuschauern teilzunehmen. Wie er die Absage jetzt begründet.

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Im Rahmen der Sommerinterviews im Ersten hat die ARD in diesem Jahr auch eine Fragerunde mit Zuschauern veranstaltet, die in einer Sendung ausschließlich im Internet zu sehen ist: das Online-Format „Frag selbst!“. Bisher haben alle Chefs der Parteien im Bundestag Bürgernähe bewiesen und sich den Fragen gestellt. Nur Alexander Gauland von der AfD nicht. Am Sonntag erklärte er seine Absage.

Schon am Freitag wurde bekannt, dass der AfD-Fraktionsvorsitzende nicht an dem Webformat „Frag selbst!“ teilnehmen würde. Das ARD Hauptstadtstudio sagte daraufhin das Format für Sonntag ab.

Alexander Gauland im ARD-Sommerinterview: „Da muss ich nicht mitmachen“

Die Partei hatte zunächst wohl ein anderes Parteimitglied vorgeschlagen, doch die ARD lehnte ab. Schließlich ginge es in dem Fall um Gleichbehandlung: Mit Christian Lindner (FDP), Annalena Baerbock (Grüne), Markus Söder (CSU), Manuela Schwesig (SPD), Dietmar Bartsch (Die Linke) und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatten alle Parteichefs sich den Fragen gestellt.

Im Interview mit Moderatorin Tina Hassel erklärte Gauland, warum er sich den Fragen nicht stellte. „Ich wollte gerne wissen, was es für Fragen sind“, sagte der AfD-Chef. Sie seien ihm vorher nicht gesagt worden, obwohl sie da waren. „Und das muss ich nicht mitmachen“, so Gauland.

Auf den Einwand der Moderatorin, dass niemand der Teilnehmer die Fragen vorab bekommen habe, sagte Gauland: „Frau Hassel: Gut, Sie haben sie hier als Zuschauer-Fragen eingeführt. Das ist ja OK. Aber warum muss ich sozusagen in ein schwarzes Loch gucken?“

(ac/les)

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