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Erster Schnee im Sauerland - ein Hauch von Winter in NRW

Der erste Schnee im Hochsauerlandkreis ist gefallen. Bleiben wird er nicht.

Foto: Rita Maurer

Der erste Schnee im Hochsauerlandkreis ist gefallen. Bleiben wird er nicht. Foto: Rita Maurer

Essen.  In NRW haben erste Schneeflocken im Hochsauerland für Freude gesorgt. Deutschlandweit wurden bei Sturm und Glatteis aber viele Menschen verletzt.

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Erste Flocken haben am Wochenende einen Hauch Winter nach NRW gebracht. Im Hochsauerlandkreis reichten die weißen Flocken am Sonntag in den Höhenlagen aus, um einen ersten Winterspaziergang mit dem unnachahmlichen Geräusch von leise knirschendem Schnee im Ohr zu unternehmen.

Die wintergewöhnten Sauerländer nahmen es gelassen, auf den Straßen blieb es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ruhig.

Im restlichen Land sah das anders aus: Straßenglätte im Nordosten, Schnee in den Mittelgebirgen und in Bayern, Herbststürme im Südwesten. Das Wetter am zweiten November-Wochenende war vielerorts nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlich. Es gab zahlreiche Unfälle, etliche Menschen wurden verletzt.

Keine Probleme auf den Straßen im Sauerland

In Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bayern machte vielerorts Straßenglätte den Autofahrern zu schaffen. Im Südwesten ließen Böen Fahrzeuge, Bäume und Baugerüste umkippen, zudem gab es Überflutungen. Die bayerische Polizei meldete aus verschiedenen Landesteilen Probleme wegen des Wintereinbruchs. In der Oberpfalz kam es demnach zu rund 20 Unfällen wegen erhöhter Geschwindigkeit und glatter Fahrbahn. Fünf Menschen wurden bei den Unfällen leicht verletzt.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Menschen bei witterungsbedingten Verkehrsunfällen leicht verletzt. In Niedersachsen kam es zu etlichen Verkehrsunfällen bei Hagelschauern. Auf der Autobahn A27 habe es am Wochenende 15 Unfälle mit einem Gesamtschaden von mehr als 100.000 Euro gegeben, teilte die Polizei mit.

Im Südwesten vermieste ein kräftiger Herbsturm vielen Menschen den Sonntag. Auf der Rastanlage Denkendorf kippte der Wind zwei Kleinlaster um, drei parkende Autos seien "wie Dominosteine" zusammengeschoben worden, hieß es von der Polizei. Eine Insassin wurde verletzt. In den Mittelgebirgen lag Schnee, Kinder rodelten und bauten Schneemänner.

Für Wintersport noch zu wenig Schnee gefallen

In den Mittelgebirgen zog der Winter ein, etwa auf dem Brocken und in den Kammlagen des Harzes. Bis Sonntagmorgen wuchs die Schneedecke auf dem Brocken auf 14 Zentimeter an, wie Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. Am Erbeskopf im Hunsrück rutschten erstmals in diesem Herbst Kinder mit Schlitten einen Rodelhang hinunter. Rund um den mit 816 Metern höchsten Berg von Rheinland-Pfalz waren bereits Räumfahrzeuge auf schneebedeckten Straßen unterwegs.

Auch Hessens höchster Berg, die Wasserkuppe (950 Meter), und der Große Feldberg im Taunus (881 Meter) präsentierten sich in frühwinterlichem Gewand. Ausflügler bauten die ersten Schneemänner der Saison. "Im Moment schneit es noch, aber der Boden ist zu warm, da taut viel weg", sagte Florian Heitmann von der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. "Für Wintersport ist es zu wenig, aber für eine erste Schneeballschlacht und eine schöne Winterwanderung reicht es."

Grau und regnerisch - der November macht seinem Ruf auch weiter alle Ehre. Die neue Woche beginnt mit Schauern vor allem in den Mittelgebirgen und am Alpenrand, nur vereinzelt wird sich am Montag im Norden die Sonne blicken lassen, wie der Deutschen Wetterdienst (DWD) mitteilte. Oberhalb von 600 Metern fällt demnach etwas Schnee, in den Alpen kann es auch mehr sein. (red/dpa)

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