Polizei

Iserlohner vereiteln von Marokko aus mutmaßlichen Einbruch

Symbolbild. Per Handy-App hat eine Familie vom Urlaubsort aus einen mutmaßlichen Einbrecher an der heimatlichen Wohnungstür abgewehrt.

Symbolbild. Per Handy-App hat eine Familie vom Urlaubsort aus einen mutmaßlichen Einbrecher an der heimatlichen Wohnungstür abgewehrt.

Foto: Bodo Marks / dpa

Iserlohn.  Von ihrem Urlaubsort in Marokko aus hat eine Familie aus Iserlohn einen mutmaßlichen Einbruch zuhause vereitelt. Polizei lobt Handy-Apps.

Sie waren in Marokko, als ihr Handy plötzlich Alarm aus der Heimat schlug: Von Ihrem Urlaubsort aus hat eine Familie aus Iserlohn jetzt einen mutmaßlichen Einbruch in ihrem Zuhause vereitelt. Ein Unbekannter machte sich an der Wohnungstür zu schaffen. Der Familie gelang es, ihn zu verscheuchen.

Aus mehr als 2000 Kilometern Entfernung hätten die Iserlohner das Tür-Sprechgerät ihrer Wohnung bedient und „Hallo?“ gefragt. Danach habe sich der Unbekannte nach Aussage der Familie rasch entfernt, berichtete am Dienstag die Polizei im Märkischen Kreis.

Unbekannter rüttelte an der Wohnungstür

Zuvor hatten sie auf dem Bildschirm ihres Smartphones um 21.51 Uhr heimatlicher Uhrzeit einen Mann beobachtet, der mit einer Taschenlampe in der Hand an ihrer Wohnungstür gerüttelt hatte. Da war der Alarm der auf dem Smartphone installierten Überwachungsapp bereits angesprungen. Eine Verwandte der Familie habe dann vor Ort die Polizei alarmiert.

Ob es sich tatsächlich um einen Einbruchsversuch gehandelt hatte, habe sich nicht belegen lassen, teilte die Polizei mit. Eine Polizeistreife habe weder an der Haus- noch an der Wohnungstür Einbruchsspuren entdecken können. Auch in der Wohnung sei alles noch am Platz gewesen.

„Überwachungs-Apps können nützlich sein“, sagt ein Sprecher der Polizei in Iserlohn. Den besten Schutz bietet jedoch die Mischung verschiedener Vorkehrungen: „Man sollte Türen und Fenster möglichst einbruchssicher ausrüsten“, sagt der Sprecher. Bei Abwesenheit sollten Nachbarn informiert werden. Eine Überwachungs-App als alleinige Vorkehrung hält man bei der Polizei nicht für empfehlenswert: „Man muss immer bedenken, dass es Internet-Probleme geben kann oder Bilder stark zeitverzögert eintreffen“, erklärte der Sprecher auf Nachfrage. (dae)

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