Kommunalwahl 2020

Klarer Favorit der Kreis-SPD-Spitze

Bester Laune präsentierten der Unterbezirkschef und Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (li.) und der SPD-Kreistagsfraktionschef Wolfgang Rothstein (re.) Volker Schmidt als ihren Vorschlag für die Landratswahl.

Bester Laune präsentierten der Unterbezirkschef und Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (li.) und der SPD-Kreistagsfraktionschef Wolfgang Rothstein (re.) Volker Schmidt als ihren Vorschlag für die Landratswahl.

Foto: Torsten Lehmann

Lüdenscheid/Märkischer Kreis.  Der SPD-Unterbezirksvorstand ist von seinem Landratskandidaten Volker Schmidt „absolut überzeugt“.

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Das letzte Wort, das machte Gordan Dudas am Mittwochvormittag im Willy-Brandt-Haus in Lüdenscheid deutlich, hätten natürlich die Delegierten auf dem Unterbezirksparteitag. Der sei noch nicht terminiert, solle aber gegen Ende des Jahres stattfinden. Und bis dahin könnten natürlich die Ortsvereine auch noch weitere Vorschläge machen, wer für die SPD bei der Landratswahl am 13. September 2020 antritt. Er als Chef der SPD im Märkischen Kreis, und auch der Kreistagsfraktionsvorsitzende Wolfgang Rothstein und auch die weiteren 14 Mitglieder des Unterbezirksvorstandes, seien aber schon jetzt „absolut überzeugt“ davon, dass Volker Schmidt der „beste Kandidat“ sei, den man ins Rennen schicken könne. Was man auch an dem einstimmigen Votum des Vorstandes von Dienstagabend sehe.

Denn der 63-jährige Lüdenscheider sei ein „anerkannter, fachlich absolut geeigneter und respektierter Verwaltungsfachmann“, der zudem von den Mitarbeitern der Kreisverwaltung und von den Politikern auch der anderen Parteien „menschlich akzeptiert und geschätzt“ werde, führte Dudas aus. Zudem sei der Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz „ein Sozialdemokrat durch und durch“, der „den Stallgeruch und absolut sozialdemokratische Überzeugungen“ habe.

Johannes Rau gab Ausschlag für den Eintritt in die Partei

Auch wenn er tatsächlich „erst“ seit einem knappen Vierteljahrhundert in der Partei ist (der damalige Ministerpräsident Johannes Rau habe den Ausschlag für den Eintritt gegeben, wie Schmidt auf Nachfrage berichtete): Mit der SPD sei er als Kind einer Arbeiterfamilie praktisch groß geworden. Er kommt aus einfachen Verhältnissen: Der Vater hat als Maschinensetzer in einer Druckerei gearbeitet. Ein Auto habe die Familie nicht gehabt, einen Fernseher erst sehr spät. „Weswegen ich heute auch so gut wie kein Fernsehen schaue.“ Statt dessen lese er lieber. Und dankbar sei er seinen Eltern bis heute, dass sie es seinem Bruder und ihm ermöglicht hätten, das Abitur zu machen. Anschließend verpflichtet sich Schmidt für vier Jahre bei der Bundeswehr, lernt in der Offiziersausbildung viel über Menschenführung, „im positiven wie im negativen Sinne“, was ihn auch geprägt habe.

1979 beginnt er die Ausbildung beim Märkischen Kreis, anschließend arbeitet er erst im Jugendamt und dann in der „Datenverarbeitung“, wie die IT damals noch hieß: „Ich hatte den ersten PC des Kreises auf meinem Schreibtisch“, erinnerte sich Schmidt, der auch das Netzwerk aufbaut. Anfang der 90er Jahren ist die Verwaltungsmodernisierung sein Aufgabenfeld, eine Folge ist die Einrichtung von Bürgerbüros. Er wird Haupt- und Personalamtsleiter und dann 2007, nach der Umstrukturierung der Verwaltung und Schaffung der Fachbereiche, zuständig für Gesundheit (also für die ärztlichen Dienste des Kreises), Soziales (unter anderem Arbeitslosengeld II, Eingliederungshilfe, Pflege etc.) und Verbraucherschutz (Lebensmittelüberwachung, Tierschutz, Tierseuchen).

Dass er jetzt nach vier Jahrzehnten beim Märkischen Kreis gefragt werde, ob er sich auch vorstellen könne, alle 1300 Beschäftigten der Verwaltung und dazu noch die 630 Mitarbeiter in der Kreispolizeibehörde zu führen, empfinde er als „Wertschätzung seiner Arbeit“, als „Anerkennung, Ehre und als Herausforderung“, weswegen er auch nach kurzer Bedenkzeit zugesagt habe. Mit 63, oder im nächsten Jahr dann 64 Jahren, fühle er sich auch noch lange nicht zu alt für das Amt. Zuhause zu sitzen sei eine Horrorvorstellung für ihn. „Da bin ich nicht der Typ für, ich brauche eine Aufgabe. Ich möchte gar nicht in Rente gehen.“ Und wenn er sich in der Bundes- und vor allem auch in der internationalen Politik anschaue, in welchem Alter da die Kandidaten noch antreten: „Da habe ich noch viel Luft nach oben.“

Berufsbedingt und auch sonst sehr gut vernetzt im Märkischen Kreis

Der Lüdenscheider, der abgesehen von der Bundeswehrzeit, immer in seiner Geburtsstadt gelebt hat, hat zwei Söhne (41 und 37 Jahre alt), macht morgens und abends Gymnastik, Waldläufe und fotografiert auch sehr gerne.

Neben seiner berufsbedingten Tätigkeit in Aufsichtsräten (u. a. der Märkischen Gesundheitsholding) ist er Vorsitzender der Anonymen Drogenberatung im Märkischen Kreis (Drobs), Kreis-Geschäftsführer des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge und Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Altena-Lüdenscheid.

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