Windkraft

Rückschlag für Initiative „Rettet den Kohlberg“

Die Flächen für die Windkraftanlagen auf dem Kohlberg sind bereits geebnet.

Die Flächen für die Windkraftanlagen auf dem Kohlberg sind bereits geebnet.

Foto: Ralf Engel / Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung

Hemer/Neuenrade.  Das Verwaltungsgericht hat die Klage der Naturschützer gegen sechs Windkraftanlagen auf dem Kohlberg abgewiesen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Naturschützer und die Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“ sind mit ihrer Klage gegen die Windkraftanlagen auf dem Kohlberg, an der Stadtgrenze zu Hemer, gescheitert. Die 8. Kammer des Verwaltungsgerichts Arnsberg hat die Klage des Naturschutzverbandes gegen eine Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von sechs Windenergieanlagen auf der Kohlberg-Giebel-Hochfläche im Stadtgebiet von Neuenrade abgewiesen.

Der Märkisches Kreis hatte die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die sechs Anlagen im Dezember 2016 erteilt. Dagegen klagten die Naturschützer, weil im Vorfeld keine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgt sei. Sowohl die Auswirkungen auf die Wasserschutzgebiete, als auch die Bewertung des Artenschutzes seien durch den Märkischen Kreis fehlerhaft. Außerdem würden die Windenergieanlagen eine gravierende und großräumige Verunstaltung des Landschaftsbildes verursachen und die Erholungsfunktion der Hochfläche ruinieren.

Kein Zwang zur Prüfungder Umweltverträglichkeit

Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts ist die erteilte Genehmigung nicht zu beanstanden. „Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nur durchzuführen, wenn das Vorhaben nach Einschätzung der zuständigen Genehmigungsbehörde aufgrund überschlägiger Prüfung erhebliche nachteilige Umwelteinwirkungen haben kann“, heißt es im Urteil. Auf dem Kohlberg sei die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes nicht derart gravierend, dass sie der Errichtung der Anlagen entgegenstünden.

Gegen das Urteil kann die Zulassung der Berufung beantragt werden, über die das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen zu entscheiden hätte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben