Corona-Pandemie

Niederlande: Sieben-Tage-Inzidenz deutlich unter 50

Lesedauer: 3 Minuten
Corona Langzeitperspektive: Impfung und Antikörper schützen nicht ewig

Corona Langzeitperspektive: Impfung und Antikörper schützen nicht ewig

Da Genesene und Geimpfte nun mehr Freiheiten in der Pandemie erhalten, stellt sich die Frage nach der Dauer der Immunität gegen Sars-Cov-2. Was dazu bereits bekannt ist, erklärt dieses Video.

Beschreibung anzeigen

Aus den Niederlanden.  Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in den Niederlanden vergangene Woche deutlich gesunken - auf 34. Es wurden ebenso weniger Todesfälle gemeldet.

  • In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter gesunken.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aber immer noch deutlich höher als in Deutschland.
  • Die wichtigsten Zahlen zur Corona-Lage im NRW-Nachbarland im Überblick.

In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche weiter deutlich gesunken, wie das zuständige niederländische Institut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Dienstag (22. Juni) mitteilte.

Vom 16. bis 22. Juni registrierte das Nachbarland von NRW insgesamt 5.714 neue Fälle, zuvor waren es noch 8.981. Die Zahl der neuen Covid-Toten ist den Angaben zufolge vergangene Woche von 21 auf 17 zurückgegangen. Es kamen 32 Menschen wegen einer Covid-19-Infektion auf die Intensivstationen niederländischer Krankenhäuser. In der Woche zuvor waren es noch 43.

Corona in den Niederlanden: Fälle pro 100.000 Einwohner

Doch die Sieben-Tage-Inzidenz ist in den Niederlanden immer noch deutlich höher als in Deutschland. Nach Angaben des RIVM liegt der Wert am Dienstag (22. Juni) bei 34,4 (Vorwoche: 52,6). Zum Vergleich: Für NRW vermeldete das RKI am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 8.

Diese niederländischen Regionen sind am stärksten betroffen

Bei den Neuinfektionen gibt es größere regionale Unterschiede. Besonders hoch sind die Werte hier:

  • Amsterdam-Amstelland (50,3)
  • Zuid-Holland-Zuid (47,7)
  • Haaglanden (47,7)

Niederlande: Kein Hochinzidenzgebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen für die Niederlande entschärft: Seit Sonntag (30. Mai) wird das Nachbarland vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft.

Corona in den Niederlanden: Weitere Informationen

Doch weil die Niederlande noch immer Risikogebiet sind, ist bei der Einreise die Vorlage eines negativer Testergebnisses notwendig. Dieses muss über das Einreiseportal der Bundesrepublik übermittelt werden.

Wird der Nachweis bereits vor der Einreise übermittelt, ist keine Quarantäne mehr zuhause in NRW erforderlich. Keinen negativen Test benötigen überdies Tagesauflügler, die sich nicht länger als 24 Stunden in den Niederlanden aufgehalten haben.

Da die Niederlande aktuell aber unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 liegen, dürfte die Einstufung als Risikogebiet und die damit verbundene Testpflicht in wenigen Tagen entfallen. Die Regionen Zeeland, Friesland und Groningen gelten laut RKI bereits nicht mehr als Risikogebiete.

Bundesregierung: Reisewarnung für die Niederlande

Die Bundesregierung hatte schon am 2. Oktober für weite Teile der Niederlande eine Corona-Reisewarnung ausgesprochen, seit Mitte Oktober gilt das gesamte Land als Corona-Risikogebiet.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, ob es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Die Warnung des Auswärtigen Amtes vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ dorthin folgt dann nach kurzer Zeit.

Niederlande: Reisewarnung gilt seit 17. Oktober

Auch das niederländische Außenministerium hat seit Anfang November seine Reisewarnstufe für ganz Deutschland verschärft und Deutschland zum Corona-Risikogebiet erklärt. Seitdem gilt für ganz Deutschland die Warnstufe „orange“ - „nur notwendige Reisen“ sollten unternommen werden. (red./dpa)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Niederlande

Leserkommentare (4) Kommentar schreiben