Niederlande

Die Kleintjes – Unsere Kurznachrichten aus den Niederlanden

Zurück nach Groningen: In den Niederlanden feiert Arjen Robben sein Comeback.

Zurück nach Groningen: In den Niederlanden feiert Arjen Robben sein Comeback.

Foto: Olaf Kraak / dpa

Aus den Niederlanden.  Arjen Robben kehrt zurück in die Niederlande. Beim FC Groningen feiert der Ex-Bayern-Star sein großes Comeback. Mehr News in den Kleintjes.

Robben zurück in Groningen

Ex-Bayern-Star Arjen Robben kehrt vor allem aus emotionalen Gründen zu seinem ersten Proficlub zurück. „Ich tue es aus Liebe zum Club“, sagte der 36-jährige Flügelstürmer am Sonntag bei einer Pressekonferenz des FC Groningen zur Verkündung seines Comebacks. Für einen anderen Verein hätte er das nicht getan, fügte er hinzu.

Noch in München habe er schon vor Wochen mit dem Training begonnen, berichtete der Weltstar. Kleinere „Wehwehchen“ seien inzwischen überwunden. „Ich fühle mich fit.“ Nach dem Beginn der Saison der Eredivisie am 12. September hofft Robben wieder dort zu sein, „wo ich noch von Wert sein kann, und das ist immer noch auf dem Platz“.

In Groningen hatte Robben von 2000 bis 2002 in der 1. Mannschaft 46 Spiele bestritten. Die wegen Corona abgebrochene Saison der Eredivisie beendete Groningen auf dem neunten Platz. Robben hatte bis zum vergangenen Sommer zehn Jahre beim FC Bayern gespielt und anschließend seine Profi-Laufbahn für beendet erklärt.

Übernachten im Toverland

Übernachten im Freizeitpark – im „Toverland“ ist das vom 11. Juli bis einschließlich 23. August erstmalig möglich. Unter dem Motto „Summer Feelings“ können Gäste im parkeigenen „Pop-Up Summer Camp“ im Campingzelt, Wohnmobil oder Wohnwagen oder in einem voll eingerichteten „Toverland“-Zelt direkt neben der Holzachterbahn schlafen. Es gibt zentrale Toiletten und Duschräume. Der Aufenthalt ist ab einer Nacht möglich.

KLM erhält Kredit von 3,4 Milliarden

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich staatliche Kredite in Höhe von insgesamt 3,4 Milliarden Euro gesichert. Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft habe ein Unterstützungspaket der Niederlande akzeptiert, teilte KLM am Freitag mit. So könne KLM die Corona-Krise überwinden und sich auf die Zukunft vorbereiten.

IS-Frauen nicht zurück in Niederlanden

Die Niederlande müssen „IS-Frauen“ und Kinder nach einem Urteil des höchsten Gerichts des Landes nicht aus nordsyrischen Lagern nach Hause holen. Wie das Gericht am Freitag in Den Haag entschied, wiegen die Sicherheitsinteressen der Niederlande schwerer als die Belange der Frauen, die sich aus eigenem Antrieb in die Kampfgebiete der Terrormiliz „Islamischer Staat“ begeben haben. Der Staat müsse sie nicht zurückholen und sich auch nicht für eine Rückkehr einsetzen, damit handele er nicht unrechtmäßig.

Filmschauen beim Tanken

Für alle, die sich beim Tanken schon immer gelangweilt haben, hat ein Start-Up aus Kessel eine Lösung gefunden: Über eine digitale Anzeige, die sich direkt auf der Zapfpistole befindet, flimmern Film-Trailer, Rezepte und Werbung. Auch Nachrichten können Autofahrer während des Tankens über das Display sehen. Die Erfinder von „NozzleTV“ hoffen, den gesamten europäischen Markt zu erobern. Ihr Produkt sei nicht nur für Pkw-Fahrer interessant, sondern auch für Werbetreibende, argumentiert das Start-up. Zudem seien 80 Prozent der Zapfpistolen in Europa gleich gebaut. Das „NozzleTV“-Display passe deswegen so gut wie überall.

Deutsche im Trainerstab der Eredevisie

Der 33-jährige Jan Fiesser wird Assistent des neuen Vitesse-Chefcoachs Thomas Letsch. Damit sind zwei Deutsche im Trainerstab des Fußball-Erstligisten aus Arnheim. Letsch, früher Trainer beim deutschen Zweitligisten Erzgebirge Aue, ist neben Roger Schmidt (PSV Eindhoven) und Frank Wormuth (Heracles Almelo) ein weiterer deutscher Trainer in der anstehenden Eredivisie-Saison. Jan Fiesser war bis 2017 Profifußballer. Er spielte unter anderem für Arminia Bielefeld und den SV Sandhausen. Der Wechsel nach Arnheim sei für ihn der „perfekte Schritt“, erklärte Fiesser.

Abenteuerspielplatz in Venlo wieder offen

Nach einer corona-bedingten Pause ist „Klein Zwitserland“ in Venlo wieder geöffnet. Wer den Abenteuerspielplatz besuchen möchte, muss sich vorab online registrieren. Sobald die maximale Zahl der Besucher erreicht ist, sind keine Registrierungen mehr möglich. „Klein Zwitserland“ hat schwere Zeiten hinter sich: Im Jahr 2018 wurden einige Teile des Spielplatzes bei einem Sturm beschädigt. Als Folge konnte der beliebte Abenteuerwald auch im darauffolgenden Jahr nicht öffnen. Im Mai 2020 richteten dann Vandalen einen großen Schaden an.

Extremisten in Nimwegen

In Nimwegen und den umliegenden Gemeinden in Gelderland-Süd leben zehn Extremisten. Dabei handelt es sich nicht nur um Islamisten. Den Behörden sind vermehrt auch Personen mit extrem linken oder extrem rechten Überzeugungen bekannt. Das zeigen offizielle Zahlen der Stadt. Wo sich die Extremisten genau aufhalten, wollte Bürgermeister Hubert Bruls nicht sagen. Es gehe um wenige Frauen und Männer. Für den Kampf gegen den Extremismus hat Nimwegen zuletzt 150.000 Euro aus Den Haag erhalten.

Autor Sander Kollaard ausgezeichnet

Der niederländische Schriftsteller Sander Kollaard hat für seinen Roman „Uit het leven van een hond“ („Aus dem Leben eines Hundes“) den „Libris Literatuur Prijs 2020“ erhalten. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird jährlich für den besten niederländischsprachigen Roman vergeben und ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der Niederlande. In ihrer Begründung lobte die Jury vor allem die Sprache Kollaards. Der 1961 geborene Autor lebt seit 2006 in Schweden. Sein Roman „Stadium IV“ gibt es auch auf Deutsch zu lesen. (red. mit dpa)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben