Corona-Epidemie

Corona: Krankenhäuser befürchten, dass das Geld ausgeht

Eine Krankenschwester auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen.

Eine Krankenschwester auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen.

Foto: Bernd Thissen / dpa

An Rhein und Ruhr.  Wenn sich die Epidemie ausbreitet, müssten OPs ausfallen, warnt die Krankenhausgesellschaft. Dann könnten die Kliniken Gehälter nicht mehr zahlen.

Den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen könnte rasch das Geld ausgehen, wenn die Corona-Epidemie Ausmaße wie in Italien annimmt. Davor warnt die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), die zugleich fordert, dass in einem solchen Fall der Bund, das Land und die Krankenkassen finanzielle Unterstützung leisten müssten.

Wären die Kliniken mit einem Massenansturm von Erkrankten konfrontiert, müssten beispielsweise Hüft- oder Knie-Operationen ausgesetzt werden, die den Krankenhäusern Geld in die Kassen spülen. „Dann würden die Budgets schnell nicht mehr passen“, so Mirko Ristau, Pressereferent bei der KGNW.

Kliniken könnten Gehälter nicht mehr zahlen

Die Konsequenz: Die Krankenhäuser könnten ihre Rechnungen und Gehälter nicht mehr zahlen. In den vergangenen Tagen sei dies in Gesprächen mit Krankenhausmanagern vermehrt thematisiert worden, so Ristau.

I

n einem solchen Fall müssten Bund, Länder und Krankenkassen Unterstützung leisten, fordert Ristau. „Wir wollen keine Krisengewinnler sein. Aber es ist alles auf Kante genäht.“ Wenn normale Operationen nicht mehr durchgeführt werden könnten, „dann brauchen wir pragmatische Lösungen“, betont der KGNW-Sprecher.

Insgesamt halten die rund 340 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen 1900 Isolierbetten und 6000 Intensivbetten vor.

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