Immer mehr Anträge

Corona: Verdienstausfall bei Quarantäne wird entschädigt

Wenn Behörden eine Quarantäne anordnen, kommt der Staat für den Verdienstausfall auf.

Wenn Behörden eine Quarantäne anordnen, kommt der Staat für den Verdienstausfall auf.

Foto: Daniel Karmann / dpa

An Rhein und Ruhr.  Arbeitgeber und Selbstständige stellen zunehmend Anträge bei den Landschaftsverbänden. Im Rheinland waren es an diesem Montag bereits 360.

Vorm Wochenende waren es noch etwa 170 Anträge gewesen, an diesem Montag (23. März 2020) schon rund 360: Arbeitgeber und Selbstständige fragen zunehmend beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) wegen Entschädigungen bei Verdienstausfall nach, wenn Behörden wegen des Corona-Virus Quarantäne angeordnet haben. Der LVR ist wie der Schwesterverband in Westfalen/Lippe für solche Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz zuständig und greift dabei auf Landesgelder zurück.

Wesentliche Bedingung: Das örtliche Gesundheitsamt muss die Quarantäne angeordnet oder ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen haben. "Bei uns melden sich auch Selbstständige oder Freiberufler, die nach Umsatzeinbußen anfragen", berichtete ein LVR-Sprecher auf Nachfrage der Redaktion. In diesen Fällen könne man nicht entschädigen, man verweise da auf andere Hilfen von Bund und Land NRW. Die durch Erlass angeordneten Betriebsschließungen seien keine Quarantänen oder Tätigkeitsverbote im Sinne des Infektionsschutzgesetzes, so der LVR-Sprecher.

Beim LVR geht man von weiter steigenden Antragszahlen aus. Gestellt werden die Anträge von Arbeitgebern und Selbstständigen. Für Arbeitnehmer greift die sechswöchige Lohnfortzahlung. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber dann erstattet.

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