Radtouren in NRW

Radtour nach dem Knotenpunktsystem: Radfahren mit Zahlen

| Lesedauer: 3 Minuten
In NRW gibt es bereits einige Regionen, in denen sich das Knotenpunkt-System etabliert hat. So unter anderem im Kreis Borken (im Bild) im Münsterland aber auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet, Sauer- und Siegerland. Das System kommt ursprünglich aus Belgien.

In NRW gibt es bereits einige Regionen, in denen sich das Knotenpunkt-System etabliert hat. So unter anderem im Kreis Borken (im Bild) im Münsterland aber auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet, Sauer- und Siegerland. Das System kommt ursprünglich aus Belgien.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Essen.  Radfahren nach Knotenpunkten: Was sich dahinter verbirgt und welche Touren sich in NRW lohnen, das erklären wir in diesem Artikel.

Radtouren nach dem Knotenpunktsystem: Was bei unseren Nachbarn in den Niederlanden oder Belgien schon viele Jahre gut funktioniert, ist endlich über die Grenze geschwappt. Viele Kreise am Niederrhein in der Grenzregion zu den Niederlanden aber auch im Ruhrgebiet oder Sauer- und Siegerland beschildern ihre Radwege nun zusätzlich mit den Zahlen des Knotenpunktsystems. So können sich auch auswärtige Radfahrer ohne Ortskenntnis auf den Radwegen der Region besser zurecht finden. Radfahren nach Zahlen ist das ideale System für Menschen ohne Orientierungssinn.

Radfahren nach Knotenpunkten – so funktioniert es:

Das Radroutennetz ist mit Zahlen durchnummeriert. An den Punkten, an denen sich zwei Radrouten treffen, stehen Wegweiser zu allen benachbarten Knotenpunkten. Auf den Schildern werden neben der Nummer des Knotenpunktes die Wege zu benachbarten Knotenpunkten ausgewiesen. Üblicherweise steht an jedem Knotenpunkt auch eine Orientierungstafel mit einer Karte des Netzsystems und den Nummerierungen der einzelnen Knotenpunkte.

Achtung: Die Ziffern der einzelnen Knotenpunkte in den unterschiedlichen Regionen sind mehrfach vergeben. So gibt es es etwa den Knotenpunkt 13 in Kamp-Lintfort (Kreis Wesel), Kempen (Kreis Viersen) und Oberhausen (Metropole Ruhr).

Wo kommt das Knotenpunktsystem her?

Entstanden ist das System Mitte der 1990er-Jahre in der belgischen Region Limburg. Von dort dehnte sich das Fietsrouten-Netzwerk grenzüberschreitend in die Niederlande und später nach Deutschland und Wallonien aus. 2001 gab es dann auch in Deutschland erste Radrouten nach dem Knotenpunktsystem, die durch das Wurmtal führten, ein Naturschutzgebiet in der deutsch-niederländischen Grenzregion bei Aachen.

Im Gegensatz zu den Niederlanden gibt es in Deutschland aber einen gravierenden optischen Unterschied: In Deutschland sind die Hinweisschilder für die Knotenpunkte rot, in den Niederlanden hingegen grün.

Radtour nach dem Knotenpunktsystem: Kann ich meine Route online planen?

Ja, auch Radtouren entlang der Knotenpunkte lassen sich online planen. Der Kreis Kleve empfiehlt dafür etwa die niederländische Fietsknooppunt-App, die es für iOS- und Android-Smartphones gibt. Sie listet die Knotenpunkte bei unseren Nachbarn aber auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet auf, das ebenfalls komplett mit Knotenpunkt-Zahlen ausgeschildert ist.

Auch Deutsch kann in der aus den Niederlanden stammenden Knotenpunkte-App als Sprache eingestellt werden. Das Programm bietet vorgeplante Touren, es lassen sich aber auch eigene Routen damit planen und auch für Fahrrad-Navis im GPX-Format exportieren.

Auch mit dem Radtourenplaner des Ruhr-Tourismus lassen sich Radtouren nach dem Knotenpunktsystem planen, hier sind aber lediglich die Knotenpunkte in der Metropole Ruhr aufgeführt.

Im Sauer- und Siegerland sind die Rad- und Wanderwege ebenfalls nach dem Knotenpunktsystem durchnummeriert. Die Tourismusverbände in Südwestfalen haben eine eigene Smartphone-App aufgelegt, die es für iOS und Android gibt.

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