Neusser Schützenfest

Neusser Landrat lobt das gute Miteinander der Schützen

Mit Kanonenböllern wird das Bürger-Schützenfest in Neuss traditionell eingeleitet. Die Stadt erwartet zu den Umzügen und der Kirmes bis zu einer million Besucher.

Mit Kanonenböllern wird das Bürger-Schützenfest in Neuss traditionell eingeleitet. Die Stadt erwartet zu den Umzügen und der Kirmes bis zu einer million Besucher.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Neuss.  Bis zu einer Million Besucher werden wieder zum Volksfest in Neuss erwartet. Mit 7719 Aktiven ist das Schützenregiment so groß wie noch nie.

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Bis zu einer Million Besucher erwartet Neuss zum Schützenfest, das an diesem Samstag (24. August 2019) traditionell mit Kanonendonner und Glockengeläut. Weil die Zahl der Aktiven erneut gesteigert werden konnte, wird einmal mehr ein „Schützenfest der Rekorde“ gefeiert. 7719 Schützen und Musiker sind den Angaben zufolge in der Summe 14 mehr als im Vorjahr und bilden einmal mehr „das größte Schützenregiment aller Zeiten in der Quirinusstadt“. Und nicht nur das: Das größte Schützenfest in NRW ist das Neusser Volksfest sowieso.

Die Königsparade am Sonntag ist einer der Höhepunkte der bis Dienstag währenden Feierlichkeiten. Im Blickpunkt stehen Schützenkönig Bruno II. Weyand und seine Königin Barbara. Der 64-Jährige und seine Frau sind dem Brauchtum in der Stadt seht verbunden. Das Paar bildete in der Session 1987/88 auch zusammen das Neusser Karnevalsprinzenpaar. Am Dienstagnachmittag wird die neue Majestät ermittelt. Ein besonderer Tipp für Besucher ist der Fackelzug an diesem Samstag nach Einbruch der Dunkelheit. Auf den insgesamt 107 von den Schützen erstellten Großfackeln werden politische und gesellschaftliche Themen humorvoll-bissig aufgegriffen.

„Das sind gute Gegenpole zum raschen Wandel in unserer Zeit“

Beim Empfang an diesem Freitag lobte Landrat Hans-Jürgen Pertrauschke (CDU) vor mehr als 300 Gästen das gute Miteinander im Schützenwesen und die Beständigkeit im Brauchtum: „Dieser Austausch, diese Gemeinschaft und dieses Lebensgefühl – das sind gute Gegenpole zum raschen Wandel unserer Zeit mit Brexit, Handelskrieg und vielen anderen Unsicherheiten.“ Unter den Besuchern des Empfangs waren u. a. die Generalkonsulinnen Fiona Evans (USA) und Dr. Olivia Berkeley-Christmann (Frankreich) sowie die Bundestagabgeordneten Bijan Djir-Sarai, Hermann Gröhe und Ansgar Heveling.

Das Neusser Schützenfest wird seit 1823 gefeiert. Traditionell gehört die Kirmes dazu. Der Trubel verteilt auf einer Länge von 3,5 Kilometern auf Kirmesplatz und Hammer Landstraße. Das 50 Meter hohe Riesenrad „Jupiter“ weist mit seinen 35.000 Lichter den Weg zum Rummel. Insgesamt 18 Großfahrgeschäfte sind mit von der Partie. Ein Feuerwerk soll den Rummel am Dienstag wieder beschließen.

Neu: „Schützen-Ampelmännchen“

Rechtzeitig vorm Schützenfest hatte die Stadt Neuss acht Ampelmasten mit neuen Lichtschablonen ausgestattet. Schützen-Ampelmännchen signalisieren den Passanten jetzt, ob sie gehen oder stehen sollen. Die rote Figur symbolisiert einen stehenden Grenadier, die grüne einen marschierenden Schützen. Die Kosten von 3800 Euro für die Umrüstung der Ampeln hatte ein örtliches Geldinstitut übernommen. (dum)

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