Brückentag

NRW-Tipps zum langen Vatertagswochenende: Raus ins Grüne!

Ein Naturparadies am Niederrhein: die Krickenbecker Seen bei Nettetal.

Ein Naturparadies am Niederrhein: die Krickenbecker Seen bei Nettetal.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

An Rhein und Ruhr.  Was tun? Wälder, Seen und Tiere locken. Das Wetter zieht am langen Wochenende alle Register - darauf sollte man sich einstellen.

Der Feiertag Christi Himmelfahrt, auch „Vatertag“ genannt, beschert den Menschen in Nordrhein-Westfalen ein XXL-Wochenende (21. bis 24. Mai 2020). Veranstaltungsmäßig ist wegen der Corona-Beschränkungen so recht noch nichts los. Deshalb: Ab ins Grüne, die Natur erleben! Hier kommen ein paar Tipps.

Wichtig zu wissen: Die Corona-Kontaktbeschränkungen und das Abstandsgebot gelten auch im Freien; man sollte Ansammlungen unbedingt vermeiden und immer ein Maske dabei haben. Zudem sollte man wettermäßig gerüstet sein. Sonne und wohlige Wärme, Wolken, Regen, ein Temperatursturz – an diesem langen Wochenende ist alles dabei. Mit bis zu 28 Grad soll es den Meteorologen zufolge richtig sommerlich losgehen.

- Naturparadies Krickenbecker Seen

Heerscharen von Enten und Gänsen sind an den Krickenbecker Seen bei Nettetal (Kreis Viersen) zuhause. Rund um gibt es wunderbare kleinere Wanderungen (z. B. der neun Kilometer lange Rundweg A3). Der Wald und das nahe Wasser sorgen dafür, dass es etwas kühler ist als anderswo. Seit anderthalb Wochen hat an den Krickenbecker Seen das Infozentrum der Biologischen Station wieder geöffnet. Informationen gibt es hier.

Überhaupt ist der gesamte Naturpark Schwalm-Nette mit seinen so unterschiedlichen Landschaften (Wälder, Heide, Seen und Bäche) einen Besuch wert. Wieder zugänglich, aber immer noch etwas apokalyptisch anmutend sind die Bereiche, die im April von den verheerenden Bränden heimgesucht worden waren (bei Niederkrüchten, südlich der A 52).

- Wildschweine füttern im Duisburger Wald

Schon zu Corona-Hochzeiten war das Wildschweingehege am Aktienberg im Duisburger Stadtwald ein besonderer Anziehungspunkt für kleine und große Spaziergänger. Die Schwarzkittel leben in einem 10.000-Quadratmeter-Gehege. Einige sind regelrecht verschmust und drücken ihre Flanke in den Zaun, um sich kraulen zu lassen (trotzdem vorsichtig sein!). Die Wildschweine dürfen gefüttert werden - aber nicht mit tierischen Produkten. Zu finden ist das Gehege über die Verlängerung der Kammerstraße im Stadtteil Neudorf, an den Schrebergärten vorbei, den Berg rauf und oben links.

- Landleben im Ruhrgebiet

Mitten im dicht bebauten Ruhrgebiet gibt es Felder und Obstwiesen nebst Bauernhof. Der 290 Hektar große Landschaftspark Mechtenberg liegt im Städtedreieck zwischen Essen, Bochum und Gelsenkirchen, gehört dem Regionalverband Ruhr und bietet sich für Spaziergänge an. Der Mechtenberg selbst ist keine Halde, sondern eine natürliche Erhebung. Obendrauf seht die fast 17 Meter hohe Bismarck-Säule. Wer Hunger verspürt: Das Bauernhofcafé hat - wieder - geöffnet. Spielecke und Streichelzoo sind aber weiterhin geschlossen. Informationen gibt es hier.

- Seltene Tiere und Pflanzen in der „Westruper Heide“

Bis zur Heideblüte ist es noch hin (in der Regel Mitte/Ende August). Trotzdem: Ein Spaziergang oder eine Wanderung in der Westruper Heide bei Haltern lohnen sich zu jederzeit. Das 90 Hektar große Gebiet steht seit 1937 unter Naturschutz. Heidelerche, Schlingnatter und der Sonnentau (eine fleischfressende Pflanze sind hier zu Hause. Besucher nutzen am besten die Wanderparkplätze an der Hullerner Straße und dem Flaesheimer Damm. Informationen gibt es hier.

Alternativ, ebenfalls sehr schön: die Kirchhellener Heide in Bottrop. Etwas in den Wald rein liegt der Heidhof, wo der Regionalverband Ruhr (RVR) just den Spielplatz erneuert hat (Gesamtkosten: 100.000 Euro), u. a. wurde ein Kletterturm mit Rutsche neu gebaut. Das Besucherzentrum Heidhof selbst ist aber derzeit noch geschlossen.

- Wisente gucken

Wisente, auch Europäische Bisons genannt, durchstreiften früher die Wälder auch in hiesigen Breiten. Der Kreis Mettmann unterhält im Neandertal ein eiszeitliches Wildgehege, in dem neben Wildpferden und Auerochsen auch Wisente leben. Auf dem Gelände wird gebaut, der Kreis will in die Wisentzucht einsteigen. Wie es heißt sind die Tiere aber trotz Baustelle vom Weg aus zu sehen. Die Anfahrt ist möglich über die A 46, Ausfahrt Hilden, Schildern ins „Neandertal“ und zum „Neanderthal-Museum“ folgen. Informationen gibt es hier.

Noch mehr Wisente, aber weiter weg: Bei Bad Berleburg in Siegen-Wittgenstein gibt es ausgewilderte Tiere in der „Wisent-Welt“. Im Wisentgehege Hardehausen bei Warburg (Kreis Höxter) züchtet das Land NRW die stolzen Tiere. Bis 1000 Kilo werden Wisent-Bullen schwer. In Hardehausen leben aktuell 34 Tiere. Die Anfahrt lohnt sich: Vier Kälber sind aktuell dabei - das jüngste ist vom vergangenen Sonntag.

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