Drogenkurier

Schweizer (29) mit 3,9 Kilo Kokain auf A 61 gestoppt

Auf der A 61 stoppt die Bundespolizei immer wieder Drogenkuriere.

Auf der A 61 stoppt die Bundespolizei immer wieder Drogenkuriere.

Foto: Symbolfoto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Kokain im Wert von fast 300.000 Euro wurde bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 61 sichergestellt. Sitzen die Hintermänner in der Schweiz?

Die Bundespolizei hat einen Drogenkurier mit insgesamt 3,9 Kilogramm Kokain auf der A 61 bei Kaldenkirchen-Süd gestoppt. Die Festnahme des 29-jährigen Schweizers erfolgte bereits am 21. Mai, wurde aber aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt bekanntgegeben, wie ein Sprecher der Klever Bundespolizei an diesem Montag (17. Juni 2019) auf Nachfrage der Redaktion erklärte. Der Fall wurde an das Zollfahndungsamt Essen übergeben.

Das sichergestellte Rauschgift hat einen Wert von 295.000 Euro. Die Beamten entdeckten es hinterm Handschuhfach im Auto des 29-Jährigen. Der Mann war am Morgen in einem fast neuen Dacia Sandero aus den Niederlanden eingereist. Auf Nachfrage der Beamten erklärte der Schweizer, dass er dort drei Tage „einen Schulfreund“ besucht habe und nun auf dem Weg nach Frankfurt sei – dumm allerdings, dass er den Bundespolizisten nicht Namen und Adresse des Freundes nennen konnte. Beim Blick in das Auto stellten die Beamten fest, dass an der Lüftung auf der Beifahrerseite manipuliert worden war. „Das war ein professionelles Drogenversteck“, sagte Uwe Eßelborn von der Bundespolizei in Kleve.

A 61 ist eine wichtige Route für Drogenkuriere

Europaweit sehen Experten derzeit eine große Kokain-Welle. Auf der A 61 kommt es immer wieder zu größeren Aufgriffen. „Über die schnellen Autobahnen bei uns wird von den Seehäfen in Belgien und den Niederlanden aus der ganze südeuropäische Markt mit dem Rauschgift versorgt“, erklärte Eßelborn. Erst Ende Mai war ein 38-jähriger Schweizer auf der A 61 bei Mönchengladbach mit 10,55 Kilo Kokain gestoppt worden. Mitte März entdeckten Bundespolizisten ebenfalls auf der A 61 in einem ebenfalls in der Schweiz zugelassenen Fahrzeug sogar 24,45 Kilo der Droge.

Bemerkenswert ist, dass auch der Schmuggelfall jetzt Bezüge in die Schweiz aufweist. Die Ermittler haben lange mit der Veröffentlichung hinterm Berg gehalten und bemühen sich offenbar, Hintermänner ausfindig zu machen. Üblicherweise werden nach so einem Aufgriff Wohnungen durchsucht, Navis ausgelesen und Kontakte überprüft. Der 29-jährige Schweizer wurde auf Antrag der Krefelder Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft überführt. Der Kurier muss mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

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