Gerichtsurteil

Im Missbrauchsfall Lügde wird das erste Urteil erwartet

Das Landgericht Detmold verhandelt im Missbrauchsfall Lügde die Anklage gegen Heiko V. in einem abgetrennten Verfahren.

Das Landgericht Detmold verhandelt im Missbrauchsfall Lügde die Anklage gegen Heiko V. in einem abgetrennten Verfahren.

Foto: Foto: Guido Kirchner / dpa

Detmold.  Vor dem Landgericht Detmold sind drei Männer im Missbrauchsfall Lügde angeklagt. Gegen einen von ihnen soll es jetzt ein Urteil geben.

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Im Missbrauchsfall Lügde will das Landgericht Detmold heute gegen 17 Uhr ein erstes Urteil sprechen. Angeklagt, unter anderem wegen Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch und Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern, ist ein heute 49-jähriger Mann aus Stade in Niedersachsen. Heiko V. soll von 2010 bis 2011 an mindestens vier Webcam-Übertragungen beim Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz bei Lügde teilgenommen haben.

Das Landgericht Detmold hatte dieses Verfahren am zweiten Tag im Hauptprozess gegen die Angeklagten Andreas V. und Mario S. abgetrennt. Seine Taten sind laut Anklage nicht vergleichbar mit den Vorwürfen gegen die beiden Dauercamper aus Lügde und Steinheim.

Der Angeklagte Heiko V. hat den Campingplatz in Lügde nie betreten

Im Gegensatz zu diesen beiden Männern war Heiko V. nie auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen, wo über Jahre mehr als 40 Kinder hundertfach sexuell missbraucht wurden.

Da Heiko V. ein Geständnis abgelegt hat und keine Zeugen gehört werden, hat das Landgericht nur einen Prozesstag angesetzt. Der mit 17 Uhr ungewöhnlich späte Prozessstart liegt nach Angaben des Gerichts am vollen Terminkalender eines Gutachters.

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