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Krise bei Thyssenkrupp: Welche Zukunft hat das Ruhrgebiet?

In der sechsten Folge von nah&direkt geht es um „Großkonzerne in der Krise – Welche Perspektiven hat das Ruhrgebiet für die junge Generation?“ 

In der sechsten Folge von nah&direkt geht es um „Großkonzerne in der Krise – Welche Perspektiven hat das Ruhrgebiet für die junge Generation?“ 

Foto: Lukas Hoffmann

Essen.  Der Traditionskonzern Thyssenkrupp schreibt rote Zahlen: Was ist da genau los? Und welche Perspektiven hat die Region noch für junge Menschen?

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Seit Jahrzehnten ruckelt es im Ruhrgebiet, der Strukturwandel ist in vollem Gange. Erst Ende 2018 wurde das Kapitel Steinkohle geschlossen, aktuell kriselt es beim Stahlriesen Thyssenkrupp. Der für das Ruhrgebiet so wichtige Konzern schreibt rote Zahlen und blickt unruhigen Zeiten entgegen.

Was aber bedeutet das für die Region? Werden junge Menschen hier in Zukunft noch eine sichere Arbeit finden? Und wie sehen die Jobs der Zukunft im Revier aus? Welche Rolle spielen dabei der Umweltschutz und die Start-up-Szene?

Über diese Themen spricht Podcast-Moderatorin Brinja Bormann mit WAZ-Wirtschaftsredakteur Ulf Meinke und dem Geschäftsführer von „Business Metropole Ruhr“, Rasmus C. Beck, in der neuen Folge von nah&direkt.

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Großkonzerne stehen vor Herausforderungen

Es ist schon ungewöhnlich, dass ein Konzernchef nach nur einem Jahr seinen Stuhl räumen muss. Bei Guido Kerkoff, Ex-Thyssenkrupp-Chef, war das der Fall. Doch warum musste der 51-Jährige gehen und wieso bekommt er eine solch hohe Abfindung gezahlt? Was wird die neue Chefin Martina Merz anders machen? Ebenso ungewöhnlich ist es, dass das Unternehmen darüber nachdenkt, sein „bestes Pferd im Stall“ zu verkaufen: in diesem Fall das gewinnbringende Geschäft mit der Aufzugsparte. Ulf Meinke schätzt ein, was die Hintergründe sind.

Eine große Herausforderung wird es zudem auch in Zukunft sein, Industrie mit Nachhaltigkeit und Lebensqualität zusammenzubringen. „Wie kann man eine schnell wachsende Industrieregion mit einer schnell wachsenden Bevölkerung zusammenbringen?“, fragt Rasmus C. Beck. Im Ruhrgebiet sieht er jedenfalls eine Region, die das in der Vergangenheit bereits erfolgreich gemeistert hat – und der er genau das auch in der Zukunft zutraut: „Ich glaube, das Ruhrgebiet ist genau der richtige Ort, an dem einmal der erste Stahlofen stehen wird, der CO2-neutral mit Wasserstoff betrieben wird.“

Wie kann das Ruhrgebiet attraktiv bleiben?

Die Attraktivität des Ruhrgebiets, so Beck weiter, liege dabei auch in den Händen der Hochschulen und Universitäten. Es müsse auch künftig jede(r) die Chance bekommen, an einem der zahlreichen Standorte in der Region ein Studium aufzunehmen. Weil zudem immer mehr Universitäten Kontakte zu den Unternehmen in der Umgebung knüpfen, entstehen unter anderem spannende Forschungskooperationen und innovative Start-ups.

Denn während alte Wirtschaftszweige wegfallen, werden neue erschlossen, insbesondere im Bereich der digitalen Kommunikation und Energiewirtschaft. Allerdings braucht es Geld für Investitionen. Hier sehen die beiden Wirtschaftsexperten auch den Staat in der Pflicht.

Vom nah&direkt-Podcast gibt es jeden Freitag eine neue Folge. Bei Apple, Spotify, Deezer und Audio Now kann man ihn kostenlos abonnieren oder ihn online auf nah-und-direkt.de im Stream anhören. Hier gibt es mehr Infos zur Lage bei Thyssenkrupp und zur Start-up-Szene in NRW.

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