Polizei NRW

Polizeibeauftragter in NRW: Kritik an Führungskräften

Der Polizeibeauftragte des Landes NRW hat im vergangenen Jahr fast 250 Eingaben erhalten. In seinem Jahresbericht kritisiert er auch die Führungskräfte der NRW-Polizei. (Symbolbild)

Der Polizeibeauftragte des Landes NRW hat im vergangenen Jahr fast 250 Eingaben erhalten. In seinem Jahresbericht kritisiert er auch die Führungskräfte der NRW-Polizei. (Symbolbild)

Foto: David Young/dpa

Düsseldorf  248 Eingaben sind im vergangenen Jahr beim NRW-Polizeibeauftragten eingegangen. In seinem Jahresbericht kritisiert er auch die Führungskräfte.

Der Polizeibeauftragte des Landes NRW, Thorsten Hoffmann, hat binnen zwölf Monaten 248 Eingaben von Beschäftigten bekommen. In seinem zweiten Jahresbericht kritisiert Hoffmann auch Führungskräfte: In Einzelfällen sollen sie versucht haben, die Verfasser von Eingaben an den unabhängigen Polizeibeauftragten zu identifizieren - „teils unter Androhung von Konsequenzen“, so Hoffmann.

Die Führungskultur innerhalb der Polizei ist in dem jetzt veröffentlichten Bericht ein großes Thema. So wundert sich Hoffmann auch, „dass dem Polizeibeauftragten gegenüber geäußerte Anliegen oftmals nicht einmal dem direkten Vorgesetzten vorgetragen worden waren“. Ein Grund sei die Angst von vielen Beschäftigten vor Konsequenzen beim Äußern von Kritik.

Polizeibeauftragter in NRW: "Geeignete Führungskräfte finden"

„Die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen muss daher noch mehr Anstrengung darauf verwenden, geeignete Führungskräfte zu finden, zu gewinnen, zu fördern und zu halten“, empfiehlt Hoffmann.

Mit 248 Eingaben - 71 von Frauen, 177 von Männern - ist die Zahl im Vergleich zu Hoffmanns erstem Jahr im Amt kaum angestiegen. Die meisten Beschwerden drehten sich um den beruflichen Status und das soziale Miteinander. Das Thema Gesundheit und Homeoffice bekam durch Corona Aufwind.

Hoffmann zieht für seine Arbeit ein positives Fazit: In zahlreichen Fällen habe man Lösungen gefunden. Bei der internen Kommunikation müsse man allerdings nachbessern, da zum Beispiel manche Erlasse des Innenministeriums bei der Polizei selbst im Alltag nicht nachvollziehbar seien. Zudem müsse die Polizei sich bemühen, transparenter zu werden „nach innen wie auch nach außen“. (dpa)

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