Ausgezeichnet

Solidarfonds vergibt Schulpreis NRW für soziale Projekte

Siegerehrung beim Solidarfonds.

Foto: Bernd Wolsing

Siegerehrung beim Solidarfonds. Foto: Bernd Wolsing

Dortmund.   Sie treffen sich mit Senioren, leisten Sozialstunden und lassen sich zum Sanitäter ausbilden – das sind die Gewinner des ersten Schulpreises NRW.

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Die Solidarfonds-Stiftung hat in Dortmund erstmals ihren NRW-Schulpreis vergeben. Im Theater Olpketal gingen die Förderschecks an fünf Schulen, die sich durch soziales Engagement auszeichnen – drei davon aus dem Ruhrgebiet.

Vielen Schulen fehlt Geld. Der Solidarfonds stopft manche Lücke, finanziert Lernbüros, digitale Lernprogramme, Laptops oder Sprachkurse. Im Frühjahr startete die Stiftung einen bundesweit einzigartigen Wettbewerb: Der Schulpreis NRW fördert und würdigt soziales Engagement von Schulen. Mit 35 000 Euro ist der Preis dotiert. Er wird fortan jährlich vergeben. Von der Grundschule bis zum Gymnasium: Jede Schulform wird berücksichtigt.

Zum Auftakt gingen fast 200 Bewerbungen ein. „Wir hätten nicht fünf, sondern mindestens 50 Schulen auswählen können“, sagt Vorstand Michael Kohlmann. „Überragend“ seien Fülle und Qualität der sozialen Projekte.

Die Sieger hatten es nicht weit. Bei der Preisverleihung im Theater des Kabarettisten Bruno „Günna“ Knust wurde die Dortmunder Reinoldi-Sekundarschule als 1. Preisträger ausgezeichnet. Sie können einen „Ausbildungspakt“ schließen. Leisten sie 150 Sozialstunden – in der Sport-AG, als Streitschlichter oder in einer Suppenküche für Obdachlose –, garantiert ihnen die Schulleitung eine Lehrstelle. Die 12 000 Euro Preisgeld wollen die Dortmunder für Go-Carts, Billard- und Kickertische verwenden.

Gemeinsame Zeit mit Senioren

„Jung trifft alt“, heißt es an der Gesamtschule Gelsenkirchen-Erle. Die Schüler verbringen Nachmittage im Altenheim; die Senioren besuchen die Schule. Das Erzählen, das Zuhören „bringt Lachen in die Herzen und Gesichter“, sagen Lehrer und Schüler, die sich über den zweiten Preis (8000 Euro) freuen.

5000 Euro für schulische Anschaffungen erhält unter anderem die Otto-Burrmeister-Realschule Recklinghausen, in der Zehntklässler einen Sanitätsdienst leisten und in Erster Hilfe ausgebildet werden.

Als „Vorbilder auch für andere Schulen in NRW“ lobte der Solidarfonds-Vorstand die Preisträger. Bewerbungen für den Schulpreis 2018 sind ab dem 1. Oktober möglich. Alle Infos auf www.solidarfonds-nrw.de.

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