Baustellen

Bahnverkehr NRW: Kein Chaos trotz Umleitung im Ruhrgebiet

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Fahrgäste am S-Bahnhof. Bahnpendler und Zugreisende müssen sich auf Probleme einstellen: Die Bahn verlegt in dieser Woche neue Schienen zwischen Dortmund und Bochum.

Fahrgäste am S-Bahnhof. Bahnpendler und Zugreisende müssen sich auf Probleme einstellen: Die Bahn verlegt in dieser Woche neue Schienen zwischen Dortmund und Bochum.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  Auf der Hauptstrecke der Bahn durch das Ruhrgebiet werden viele Züge umgeleitet. Das Chaos bleibt aus, aber Fahrgäste müssen mehr Zeit einplanen.

  • Von Montagabend bis Donnerstagmorgen gibt es Problemen im Bahnverkehr durchs Ruhrgebiet
  • Die Bahn verlegt neue Schienen zwischen Dortmund und Bochum
  • Auch Fernzüge müssen umgeleitet werden
  • Erwartetet Chaos blieb am Dienstag aus

Auf der Haupt-Bahnstrecke durch das Ruhrgebiet sind am Dienstag viele Züge des Regional- und Fernverkehrs nicht gefahren. Sie wurden über Gelsenkirchen und Oberhausen umgeleitet. Zugreisende und insbesondere Berufspendler mussten mehr Zeit einplanen, waren aber offenbar gut auf die angekündigten Ausfälle, Umleitungen und Verzögerungen vorbereitet. Sie wichen entweder auf alternative Verkehrsmittel wie das Auto aus, arbeiteten von daheim oder nahmen Umwege in Kauf. Zumindest blieb das befürchtete Bahn-Chaos selbst zu den Stoßzeiten am Morgen weitgehend aus.

Zahlreiche Regional- und Fernzüge fahren noch bis Donnerstagmorgen (5 Uhr) nicht wie gewohnt die Bahnhöfe in Bochum, Wattenscheid, Essen und Mülheim/Ruhr an. Denn die Deutsche Bahn verlegt zwischen dem Dortmunder Hauptbahnhof und Bochum-Langendreer auf einer Länge von mehr als 3800 Metern neue Schienen und erneuert Weichen. 630 Schwellen und 600 Tonnen Schotter sollen laut DB ausgetauscht werden. Während der gut eine Million Euro teuren Modernisierungsarbeiten komme es zu einigen Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr, hieß es.

Auch der Fernverkehr ist eingeschränkt

Auswirkungen haben die Bauarbeiten vor allem auf die insbesondere von vielen Berufspendlern genutzten RRX-Züge der National-Express-Linien RE1, RE6 und RE11. RE6 und RE1 wurden ab Dortmund in Richtung Düsseldorf über Herne, Gelsenkirchen, Essen-Altenessen und Oberhausen umgeleitet - und umgekehrt. Auch der RE11 hielt zum Teil nicht zwischen Dortmund und Duisburg. Die auf der Strecke verkehrende S1 war von den Sperrungen nicht betroffen, fiel als Alternative am Dienstag laut DB-App zwischen Dortmund und Essen jedoch teilweise „wegen Vandalismus“ aus. Hierdurch gab es Verspätungen.

Auch der Fernverkehr ist durch die Baustelle eingeschränkt. Laut DB werden die Fernzüge zwischen Dortmund und Duisburg beziehungsweise Köln umgeleitet und halten nicht in Bochum und Essen. Je nach Umleitung stoppen sie bis Donnerstagmorgen auch nicht in Mülheim, Duisburg, Düsseldorf Flughafen und Düsseldorf Hbf.Alle Fahrplanänderungen sind in den Online-Auskunftssystemen der DB und des VRR enthalten und werden zusätzlich über Aushänge an den Bahnsteigen bekanntgegeben.

Alle Fahrplanänderungen seien in den Online-Auskunftssystemen der DB und des VRR enthalten und werden zusätzlich über Aushänge an den Bahnsteigen bekanntgegeben. Zudem könnten die Änderungen unter „bauinfos.deutschebahn.com/nrw“, „zuginfo.nrw“ und über die App „DB Bauarbeiten“ eingesehen werden. (dpa)

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