Fahndung beendet

Vergewaltigung in Bergkamen: Polizei fasst Verdächtigen (24)

Ein 24-Jähriger steht unter Verdacht eine 21-Jährige vergewaltigt haben zu sollen. Jetzt hat sich ein weiteres Opfer bei der Polizei gemeldet.

Ein 24-Jähriger steht unter Verdacht eine 21-Jährige vergewaltigt haben zu sollen. Jetzt hat sich ein weiteres Opfer bei der Polizei gemeldet.

Foto: Andreas Bartel / WAZ FotoPool

Bergkamen.  Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in Bergkamen hat sich ein weiteres Opfer gemeldet. Einen gesuchten 24-Jährigen hat die Polizei gefasst.

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Mehrere Tage hat die Polizei nach dringend tatverdächtigen Sexualstraftäter gesucht. Im Rahmen einer Fahndung im Bereich der Kreispolizeibehörde Coesfeld konnte der flüchtige 24-Jährige am Donnerstag in Senden festgenommen werden, wie die Beamten am Nachmittag mitteilten.

Der jungen Mann aus Bergkamen soll am vergangenen Wochenende eine 21-jährige Bekannte missbraucht haben. Die beiden hatten laut Polizei am Samstag, 10. August, den Abend miteinander verbracht und am Sonntagmorgen gegen 3.45 Uhr zu Fuß wieder das Bergkamener Stadtgebiet erreicht.

Von der Hauptstraße aus liefen sie über eine Wiese neben dem Radweg in der Nähe der Werner Straße. Dort wurde die junge Frau plötzlich von ihrem Begleiter bedroht. Er soll sie geschubst und sich dann an dem am Boden liegenden Opfer vergangenen haben.

Frau in Bergkamen missbraucht – zweites Opfer meldet sich

Der aus Kamen stammenden 21-Jährigen gelang schließlich die Flucht. Sie vertraute sich dann einer Anwohnerin an, die die Polizei alarmierte. Der Täter war da allerdings bereits geflüchtet.

Die Polizei hat am Dienstag ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Daraufhin meldete sich ein weiteres Opfer bei der Polizei. Die 16-Jährige schilderte ebenfalls ein Sexualdelikt, das sich bereits am vergangenen Freitag ereignet haben soll, wie die Polizei am Donnerstag erklärte.

Der wegen ähnlicher Delikte polizeibekannte Mann war bereits 2012 als Jugendlicher wegen einer Vergewaltigung im Kreis Coesfeld zu einer Jugendhaftstrafe verurteilt worden, die er auch verbüßt habe.

Staatsanwaltschaft: Gesuchter hat bereits an Rückfallprogramm teilgenommen

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, habe der Mann am Rückfallprogramm „Kurs“ („Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern“) teilgenommen. Das Programm richtet sich an rückgefallgefährdete Sexualstraftäter nach ihrer Haftentlassung. Zur Zeit werden in NRW 1082 Probanden betreut, meist für fünf Jahre.

Das Konzept könne je nach Einzelfall von Hilfestellungen bei der Resozialisierung bis hin zu enger Begleitung reichen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. 2460 Menschen haben das Programm durchlaufen. Eine mögliche Rückfalltat könne nie gänzlich ausgeschlossen, aber deutlich reduziert werden, betonte der Sprecher. Belegt sei eine Rückfallquote von etwa drei Prozent.

Polizei sucht mit Hunden und Hubschraubern

Die Polizei hatte zunächst erfolglos mit großem Aufwand nach dem 24-Jährigen gesucht, im Einsatz waren auch Spürhunde und ein Hubschrauber. Schließlich entschied sich die Behörde auch zu einer Öffentlichkeitsfahndung, bei der auch ein Foto, der Name und weitere Details veröffentlicht wurden. Diese Informationen wurden nach der Festnahme wieder zurückgezogen. (mit dpa)

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