Winterwetter

Woche startet mit Neuschnee im Bergland – Wind flacht ab

Mit einem Schrecken davongekommen: Am Samstagmittag stürzte eine Birke in Bedburg-Hau auf die Felix-Roeloffs-Straße. Der Autofahrer konnte noch rechtzeitig bremsen.

Mit einem Schrecken davongekommen: Am Samstagmittag stürzte eine Birke in Bedburg-Hau auf die Felix-Roeloffs-Straße. Der Autofahrer konnte noch rechtzeitig bremsen.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau

Essen.  Dauerregen und Wind sorgten für eine unruhige Nacht in NRW. Im Bergland fiel neuer Schnee. Am Montagnachmittag aber soll es auflockern.

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Nach viel Regen und Sturm am Wochenende hat sich das Wetter am Montagmorgen etwas beruhigt. Dafür wird es wieder kälter. Mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt startete NRW in die neue Woche, im Bergland ab 400 Meter fiel neuer Schnee. Auf der A 44 gab es Unfälle wegen Glätte, besonders Talbrücken seien rutschig, warnte die Polizei.

Es wird wieder kälter, nachts kann es frieren

Drei bis maximal acht Grad erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen für den Montag in der Region, am Dienstag soll es noch ein, zwei Grad kühler werden. Im Sauerland und in der Eifel bleibt es winterlich, auch in niedrigen Lagen ist wieder mit Nachtfrost zu rechnen.

Dafür ist es nicht mehr ganz so nass: Nach letzten Schauern am Mittag könnte es am Nachmittag aufklaren. In den kommenden Tagen aber wird es wieder bewölkt und ab Mittwoch wieder zunehmend wärmer. Donnerstag und Freitag können die Temperaturen wieder zweistellige Werte erreichen.

Windsurfer stirbt bei Unfall im Rhein

Am Sonntag waren die Sturmböen schwächer ausgefallen als erwartet. Statt der erwarteten 85 Kilometer Geschwindigkeit pro Stunde hätten die Böen schon am Samstag höchstens etwa 75 Kilometer pro Stunde erreicht.

Dennoch hatten Windböen in Neuss ersten Erkenntnissen zufolge tödliche Folgen für einen Windsurfer: Dieser sei „vermutlich aufgrund des starken Windes“ von seinem Brett in den Rhein gestürzt, teilte die Polizei mit. Der 58-Jährige starb.

In Schermbeck musste die Feuerwehr am Samstag gegen 13.45 Uhr ausrücken, weil der Sturm eine Buche an der Hünxer Straße umgeweht hatte. Der umstürzende Baum riss den Angaben der Feuerwehr zufolge eine Telefonleitung mit und noch zwei weitere Baumkronen um. Fuß- und Radweg sowie Teile der Fahrbahn seien so blockiert gewesen.

Windböen reißen Birke um

In Bedburg-Hau rissen Windböen am Samstagmittag eine Birke um, die auf die Felix-Roeloffs-Straße stürzte. Ein Autofahrer konnte laut Feuerwehr gerade noch rechtzeitig bremsen und kam mit dem Schrecken davon.

Im niedersächsischen Kreis Uelzen ist von einem Windrad ein über 30 Meter langer Flügel abgebrochen. Verletzt wurde dabei nach Angaben der Polizei vom Sonntag dabei niemand. Das Windrad ist Teil eines Windparks in der Gemeinde Wriedel mit zehn weiteren ähnlichen Anlagen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch völlig unklar. Passanten hatten Polizei und Feuerwehr am Samstagnachmittag alarmiert, nachdem sie den Vorfall bemerkt hatten.

Orkanböen auf dem Brocken: Bahn bleibt stehen

Im Harz fegten am Sonntag Orkanböen über den Brocken. Mit 140 Kilometern pro Stunde wirbelte der Wind den Schnee auf und fegte ihn mit großer Wucht über das Plateau, sagte ein Sprecher. Die Sichtweite lag bei nur bei wenigen Metern. Wann die Dampfloks wieder bis zum Gipfel fahren, war Bahnsprecher Dirk Bahnsen zufolge zunächst offen. Am Montagmorgen sollte eine Schneefräse die Strecke räumen. Die Sicherheit gehe vor. „Man muss es nicht provozieren, wir wissen, was bei einem Schneesturm passieren kann.“

Bei Stürmen vor wenigen Wochen hatten sich kurz hintereinander zwei Brockenbahnen in hohen Schneeverwehungen festgefahren. Eine von ihnen konnte erst nach mehreren Tagen Arbeit ausgebuddelt und abgeschleppt werden.

Nach Angaben des Wetterwarten-Sprechers vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schwächt sich der heftige Sturm auf dem Brocken zum Wochenstart nur leicht ab. Zudem sei mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Am Wochenende wuchs die weiße Decke den Angaben zufolge um 20 Zentimeter auf 1,85 Meter an. „Eventuell werden am Montag die zwei Meter geknackt“, so der Sprecher der Wetterwarte. Ab Dienstag könnte der Wind dann nur noch mit 70 bis 80 Kilometern pro Stunde wehen. „Das ist immer noch Sturm, aber das ist für den Brocken normal.“

(dpa/red)

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