Kirchenfinanzen

Erzbistum Paderborn verzeichnet Rekord bei Kirchensteuer

Im Jahr 2017 machte das Erzbistum Paderborn einen Gewinn von 15 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Kirchengemeinden und Caritas.

Im Jahr 2017 machte das Erzbistum Paderborn einen Gewinn von 15 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Kirchengemeinden und Caritas.

Foto: imago/Christian Ohde

Paderborn.   Über 400 Millionen Euro Kirchensteuer sind im Jahr 2017 an der Erzbistum Paderborn geflossen. Worein die Verantortlichen das Geld investieren.

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Das Vermögen des Erzbistums Paderborn ist im vergangenen Jahr gestiegen und beträgt nun rund 4,39 Milliarden Euro. Mittwoch legte das Erzbistum den Finanzbericht für 2017 vor. Darin steht ein Gewinn von 15 Millionen Euro — drei Millionen mehr als im Jahr zuvof. Der gesamte Gewinn fließt wie zuletzt in die Seelsorgearbeit der Kirchengemeinden und die Caritas.

Knapp 78 Prozent der Einnahmen des Erzbistums kamen 2017 aus der Kirchensteuer. Diese brachte wegen der guten Wirtschaftslage einen Rekordwert von rund 409 Millionen Euro. Zum Vergleich: Vor drei Jahren waren es noch 396 Millionen Euro. Zweiter großer Posten sind mit knapp 62 Millionen Euro die Zuschüsse des Staates. Dieses Geld fließt vornehmlich in die Schulen des Erzbistums.

Kirchensteuer: Geld fließt in Kirchen und Altersversorgung

Von dem kirchlichen Vermögen steckt der Großteil, knapp vier Milliarden Euro, in langfristigen Finanzanlagen. Dieses Geld dient etwa zur Renovierung von Kirchen und der Altersversorgung der knapp 3600 Kirchenmitarbeiter und Priester innerhalb der Bistumsgrenzen.

Aber nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben des Erzbistums Paderborn haben sich 2017 erhöht – unterm Strich um 3,5 Prozent auf rund 486 Millionen Euro.

Mehr Transparenz angekündigt

Seit 2015 legt das Erzbistum jährlich einen Finanzbericht vor. Was bislang jedoch fehlt, sind die Bilanzen des Bischöflichen Stuhls und des Metropolitankapitels – sprich: die Gelder, die für die Aufgaben des Bischofs und der Domherren genutzt werden. Beides sind eigenständige Körperschaften öffentlichen Rechts.

Generalvikar Alfons Hardt kündigte einen Bilanzbericht zum Metropolitankapitel für Ende 2018 an. Ab 2020 folgen Zahlen zum Vermögen des Bischöflichen Stuhls.

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