Biathlon

Erleichterung: Maren Hammerschmidt erfüllt Olympia-Norm

Maren Hammerschmidt in Östersund in Aktion.

Foto: Tobias Nykänen/dpa

Maren Hammerschmidt in Östersund in Aktion. Foto: Tobias Nykänen/dpa

Winterberg/Östersund.  Maren Hammerschmidt, Biathletin des SK Winterberg, krönte ihren Weltcup-Auftakt mit Rang fünf in der Verfolgung. Aber sie will mehr.

Maren ­Hammerschmidt sank erschöpft in den Schnee. Ausgepowert verharrte die Biathletin des SK Winterberg einige Momente auf Knien und ­Ellenbogen abgestützt in dieser Position, ehe sie sich wieder aufraffte – und lächelte. Nach dem abschließenden Schießen im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer beim Weltcup in Östersund hatte Maren Hammerschmidt in der Loipe noch einmal alles gegeben und die vor ihr liegende Weißrussin ­Nadezhda Skardino überholt.

Denise Herrmann gewinnt

Beim Sieg ihrer Mannschaftskollegin Denise Herrmann belegte Maren Hammerschmidt einen starken fünften Platz – und erfüllte damit bereits am ersten Weltcup-Wochenende der neue Saison die interne Norm für einen Start bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang/Südkorea.

„Ich bin sehr erleichtert und sehr zufrieden, so aus Östersund abreisen zu dürfen“, erklärte die 28-jährige Sauerländerin gegenüber dieser Zeitung. „Ehrlicherweise hatte ich nicht damit gerechnet, schon nach Östersund die Olympia-Qualifikation abhaken zu können.“ Das Ticket in der Tasche hat Hammerschmidt aber noch lange nicht, da es in Südkorea pro Rennen nur vier Startplätze pro Nation gibt.

Von Platz 35 im Einzelrennen zum Auftakt zeigte sie sich unbeeindruckt und überzeugte bereits im Sprint über 7,5 Kilometer mit Platz 14. Rang fünf im abschließenden Verfolgungsrennen krönte ihren Saisonauftakt. „Läuferisch fühle ich mich schon echt gut, aber das geht sicher auch noch mehr“, sagte die am Stützpunkt in Ruhpolding lebende Winterbergerin anschließend. Die Zahlen bestätigen diesen Eindruck.

Ziele noch nicht erreicht

Ebenso, wie am Schießstand noch Luft nach oben ist. Obwohl Hammerschmidt nach drei Fehlern im Einzelrennen im Sprint und in der Verfolgung jeweils nur zwei Scheiben stehen ließ. „Potenzial nach oben hat man immer und meine Ziele habe ich ja auch noch nicht erreicht“, sagte sie – außer der erfüllten Olympia-Norm.

Während sich Maren Hammerschmidt auf die nächste Weltcupstation Hochfilzen/Österreich freuen darf, dürfte das Kapitel Weltcup für die aus Ottlar stammende Karolin Horchler vorerst wieder beendet sein. „Zu siebt werden wir nicht weiterfahren“, sagte Bundestrainer Gerald Hönig im Vorfeld und sprach von einem Kampf zwischen „der Karo und der Denise“ um den sechsten Weltcup-Platz, da mit Laura Dahlmeier die Top-Biathletin Deutschlands in Hochfilzen nach ihrer Erkältung wieder zum Team stößt.

Diesen Kampf dürfte Herrmann spätestens mit ihren Siegen im Sprint und in der Verfolgung ziemlich klar für sich entschieden haben, zumal Horchler nach Rang 19 im Einzelrennen im Sprint nur 61. geworden war.

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