Eishockey

Iserlohn Roosters: Das sagt Jack Combs zum Wechselgerücht

So will Jack Combs auch in den Play-offs mit den Iserlohn Roosters jubeln.

So will Jack Combs auch in den Play-offs mit den Iserlohn Roosters jubeln.

Foto: Lukas Schulze / FUNKE Foto Services

Iserlohn.   Jack Combs ist der Top-Torjäger der Iserlohn Roosters. Vor dem Play-off-Start spricht er über seine Bremerhavener Vergangenheit und ein Gerücht.

Es ist – erstaunlich. 22 Tore erzielte Jack Combs in der am zurückliegenden Sonntag beendeten Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga für den Tabellenachten Iserlohn Roosters. Außerdem bereitete der 30-jährige US-Amerikaner zwölf Treffer seiner Mannschaft vor und stand in allen 52 Spielen auf dem Eis. Trotzdem wird der Top-Stürmer auch kritisch gesehen. Weil seine Spielweise etwas behäbig wirkt, und weil zuletzt Gerüchte aufkamen, Jack Combs sei sich bereits mit der Düsseldorfer EG einig und stehe nach nur einem Jahr am Seilersee vor einem Wechsel zum West-Rivalen.

Am Mittwochabend (19.30 Uhr) starten die Sauerländer mit einem Heimspiel in die erste Play-off-Runde gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Ausgerechnet Bremerhaven – muss man in Verbindung mit Jack Combs schreiben. Dort gelang ihm in der vergangenen Saison der Durchbruch in der DEL und von dort wechselte er nach nur einem Jahr nach Iserlohn.

Vor dem ersten Duell mit seinem ehemaligen Team spricht Combs über die Fischtown Pinguins, bestehende Kontakte – und das Wechselgerücht.


Herr Combs, seit einiger Zeit hält sich hartnäckig das Gerücht, Sie seien sich mit der Düsseldorfer EG einig und würden Iserlohn nach nur einem Jahr wieder verlassen. Was sagen Sie dazu?
Jack Combs: Gerüchte... Dieses Gerücht ist falsch! Ich habe niemals mit Verantwortlichen der Düsseldorfer EG gesprochen. Das einzige, an das ich derzeit denke, sind unsere Play-off-Spiele. Wir wollen schließlich versuchen, einen Titel zu gewinnen.


Die erste Hürde sind ausgerechnet die Fischtown Pinguins Bremerhaven, Ihr ehemaliger Verein. Wie besonders ist das für Sie?
Ich habe mit den Iserlohn Roosters ja schon viermal gegen Bremerhaven gespielt, aber natürlich: Es ist super, gegen Bremerhaven in den Play-offs zu spielen. Ich habe viel Respekt vor der Mannschaft und den Fans dort – die Spiele werden eine Menge Spaß machen.


Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Kollegen? Sprechen Sie sogar vorher mit Ihnen?
(lacht) Ja, ich habe immer noch eine Menge Freunde in der Mannschaft offenbar. Aber: Kontakt gibt es aktuell nicht. Wir reden nicht mehr miteinander – erst nach den Spielen wieder. (grinst)


Wie groß ist der Vorteil, mit einem Heimspiel in die Best-of-3-Serie zu starten und das eventuell entscheidende dritte Spiel wieder in Iserlohn zu haben?
Der Heimvorteil ist wirklich sehr wichtig. Allerdings müssen wir zu Hause wesentlich konstanter, stabiler spielen. Wenn ich unter anderem an das Heimspiel gegen Schwenningen denke... Das war definitiv nicht gut, aber wir wissen das. (die Partie ging mit 2:5 verloren; Anm.d.Red.) Besonders in den Play-offs muss der Schulterschluss mit unseren Fans ein Vorteil sein. Wir brauchen die komplette Unterstützung der Fans.


Wie kompliziert wird das Auswärtsspiel am Freitag in Bremerhaven? Was für eine Atmosphäre wird die Roosters erwarten?
Das Spiel dürfte sehr intensiv werden. Die Bremerhavener Mannschaft ist gut und die Fans sind sehr leidenschaftlich. Ich erinnere mich natürlich noch sehr gut an deren Unterstützung und ich weiß, dass Iserlohn und Bremerhaven die besten Fans der Liga haben. Alleine aus diesem Grund wird es eine aufregende Serie.


Wie muss der Plan aussehen, um Bremerhaven in zwei Spielen zu schlagen und in das Viertelfinale der Play-offs einzuziehen?
Den Matchplan wird uns unser Trainer Rob Daum schon vor dem ersten Spiel verraten. (grinst) Wir müssen generell einfach unser bestes Hockey spielen und körperlich bis an die Grenze des Machbaren gehen – und noch ein Stückweit darüber hinaus.

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