Feuerwehr

Wald- und Böschungsbrände halten Feuerwehren in Atem

Richtiges Verhalten bei Waldbrandgefahr

Wie verhalte ich mich richtig im Wald, wenn erhöhte Brandgefahr besteht? Was ist erlaubt und was verboten?

Wie verhalte ich mich richtig im Wald, wenn erhöhte Brandgefahr besteht? Was ist erlaubt und was verboten?

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Die Feuerwehren in NRW erleben so viele Flächenbrände wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch die Lage bei Böschungsbränden spitzt sich zu.

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In Nordrhein-Westfalen hat es in diesem Sommer so viele schwere Waldbrände gegeben wie seit Jahren nicht mehr. Bislang seien in diesem Jahr 39 Wald-, Heide- und Moorbrände größeren Ausmaßes gemeldet worden, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums. Dabei handle es sich um die sofort meldepflichtigen Brände mit mehr als 100 Einsatzkräften.

Keine offiziellen Vergleichszahlen

Beim Verband der Feuerwehren in NRW kann man sich an kein Jahr mit vergleichbar vielen Waldbränden erinnern. "Ich bin sicher, dass es mindestens seit zehn Jahren nicht mehr so viele große Wald- und Feldbrände in NRW gegeben hat wie in diesem Sommer", sagte Christoph Schöneborn, NRW-Landesgeschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren. Offizielle Vergleichszahlen zu den Waldbränden im Land gibt es nicht, weil die Zählweise im Mai geändert wurde.

Auch Böschungsbrände entlang von Bahnstrecken entwickeln sich zunehmend zu einem Problem. Zuletzt hatte ein solcher Brand an einer ICE-Strecke verheerende Folgen. Bei dem Feuer am Dienstag waren zwischen Siegburg und Troisdorf nach Angaben der Stadt 32 Menschen verletzt und mehrere Gebäude in Nähe der Bahnstrecke zerstört worden. Nach mehreren Stunden hatten rund 550 Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht. Die Deutsche Bahn hat in diesem Jahr bereits mehr Böschungsbrände gezählt als im gesamten Jahr 2017. Insgesamt 468 derartige Feuer seien bis Ende Juli 2018 verzeichnet worden, heißt es in einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Vielfältige Gründe für Böschungsbrände

Im vergangenen Jahr lag die Zahl demnach bei 362 Bränden, im Jahr davor waren es mit 364 kaum mehr. 2015 gab es den Angaben zufolge hingegen 483 Brände an den Strecken. Gründe für Böschungsbrande wie jenen an der Siegburger ICE-Strecke vom vergangenen Dienstag gibt es viele: "Gefahrenquellen ergeben sich unter anderem aus technischen Defekten wie dem Funkenschlag beim Bremsen, weggeworfenen brennenden Zigaretten sowie Abfall im Randbereich (wie Glasscherben, die wie Brennglas wirken)", heißt es weiter in der Antwort des Ministeriums. Lang anhaltende Hitzeperioden und extreme Trockenheit erhöhen demnach die Brandgefahr. (red/dpa)

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