Sommerferien

Bahn und Polizei warnen: „Bahngleise sind kein Spielplatz!“

Gleisanlagen üben oft eine magische Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche aus, etwa als Kulisse für Selfies. Dabei drohe Lebensgefahr, warnt die Deutsche Bahn.

Gleisanlagen üben oft eine magische Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche aus, etwa als Kulisse für Selfies. Dabei drohe Lebensgefahr, warnt die Deutsche Bahn.

Foto: Kerstin Kokoska / WAZ

Essen.  Zum Start der Ferien warnen Bahn und Bundespolizei vor dem Betreten von Gleisanlagen. Ende Mai erlitt ein S-Bahnfahrer in Essen einen Schock.

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Erst Ende Mai erlitt ein S-Bahn-Fahrer in Essen einen Schock: Fünf Kinder hatten auf den Bahngleisen nahe des Haltepunkts Essen-Steele gespielt. Trotz sofortiger Notbremsung hatte der 26-jährige Fahrer gedacht, ein Kind angefahren zu haben. Polizei und Feuerwehr ermittelten zwar schließlich, dass kein Kind verletzt wurde. Dennoch mahnen Deutsche Bahn und Bundespolizei zu Ferienbeginn nochmals an, dass Bahnanlagen kein Abenteuer-Spielplatz sind.

„Der wichtigste Grundsatz lautet: Es ist verboten, Bahnanlagen zu betreten!“, so Volker Hentschel von der DB Netz AG. Züge könnten Hindernissen nicht ausweichen und hätten einen sehr langen Bremsweg von bis zu 1.000 Metern. „Zudem sind sie erst spät zu hören und mit Blick auf ihre Geschwindigkeit nicht zu unterschätzen“, so Hentschel weiter. Auch komme es immer wieder vor, dass Züge, die nicht im Fahrplan stehen, die Strecken befahren, etwa Güter-Transporte.

Bundespolizei und Deutsche Bahn leisten gemeinsame Aufklärungsarbeit

„Das Klettern auf abgestellte Züge ist ebenfalls lebensgefährlich“, warnt auch Polizei-Direktor Nicolai-Steve Schipfer von der Bundespolizei. So passierten immer wieder Bahnstromunfälle, bei denen Kinder oder Jugendliche beteiligt sind – die meisten enden mit schwersten Verletzungen oder tödlich. Schon bei einer bloßen Annäherung könne es zu einem lebensbedrohlichen Stromüberschlag kommen, warnt Schipfer.

Obwohl sich Deutsche Bahn und Bundespolizei seit vielen Jahren engagieren, um Unfälle zu vermeiden, sei der Aufklärungsbedarf nach wie vor groß. „Daher geht unsere dringende Bitte immer wieder an Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter, junge Menschen für mögliche Gefahren an Bahnanlagen zu sensibilisieren“, so Schipfer.

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