Evakuierung

Hausreihe evakuiert: Keine Einsturzgefahr mehr in Wuppertal

Für eine Häuserreihe in Wuppertal besteht keine Einsturzgefährdung mehr.

Für eine Häuserreihe in Wuppertal besteht keine Einsturzgefährdung mehr.

Foto: Henning Kaiser

Wuppertal.   Nach intensiven Untersuchungen an einer abgesackten Häuserreihe kamen Bauexperten nun zu dem Entschluss – es besteht keine Einsturzgefahr mehr.

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Die Befürchtung, in Wuppertal könnten noch mehr Häuser einsturzgefährdet sein, hat sich bislang nicht bestätigt. Die intensiven Untersuchungen hätten dafür bislang keine Anzeichen zu Tage gefördert, berichtete Bergbauexperte Peter Hogrebe am Freitag auf Anfrage. Die Bewohner von fünf evakuierten Häusern einer instabil gewordenen Häuserzeile können dennoch vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück.

Drei Häuser mittlerweile wieder bezogen worden

Vor knapp zwei Wochen waren Bewohner durch lautes Knacken und Risse in den Wänden aufgeschreckt worden. Zunächst hatten 70 Menschen acht Häuser wegen Einsturzgefahr verlassen müssen. Inzwischen konnten drei Häuser wieder bezogen werden. Der Untergrund wird derzeit erkundet, Hohlräume werden verfüllt.

Vom Verdacht, alte Bergbauschächte könnten im Zusammenspiel mit einem Wasserrohrbruch verantwortlich sein, sei man inzwischen etwas abgerückt. Das Absacken des Untergrunds habe eventuell rein geologische Ursachen.

Untersuchungen könnten mehrere Monate dauern

Möglicherweise sei der kalkhaltige Boden mit der Zeit ausgespült worden. „Wir haben hier eine Gemengelage aus altem Grubenbau und sehr porösem Boden“, sagte Hogrebe.

Nach Angaben der Stadt befand sich in dem Bereich die 1896 geschlossene Zeche Carl, mit der Eisenerz gefördert worden sei. Die Untersuchungen könnten noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Einem der fünf Häuser droht der Abriss. (dpa/lnw)

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