Sachsen

Dampfschifffahrt-Chefin appelliert an Gesellschafter

Mit einem Raddampfer lässt sich der Arendsee ganz gemütlich erkunden.

Mit einem Raddampfer lässt sich der Arendsee ganz gemütlich erkunden.

Foto: Investitons- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Dresden.  Die sächsische Dampfschifffahrt-Chefin Karin Hildebrand fordert mehr Geld von den Gesellschaftern für die Fananzierung der Raddampfer-Flotte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Chefin der unter Druck stehenden Sächsischen Dampfschifffahrt hat vor einem Treffen am Freitag an die Gesellschafter appelliert. Es sei nun an ihnen, ihren Teil beizutragen und eine kluge Entscheidung zu treffen, sagte Geschäftsführerin Karin Hildebrand am Mittwoch. Die Eigentümer und Geldgeber sollen Ende der Woche einer Vorlage der Geschäftsführung zustimmen, wonach künftig keine gewinnunabhängigen Zahlungen mehr an die Gesellschafter ausgeschüttet werden sollen. Zukünftige Gewinne sollen zuerst dafür genutzt werden, ein finanzielles Polster aufzubauen.

„Es geht um Arbeitsplätze - und einen Dresdner Schatz“, betonte Hildebrand. Lehnten die Gesellschafter eine Satzungsänderung ab, könnten die Banken bestehende Kredite nicht verlängern oder erweitern, hieß es.

Älteste und größte Raddampferflotte

In den vergangenen Jahren hatte Niedrigwasser das Traditionsunternehmen ausgebremst. Im Sommer 2018 etwa waren die historischen Dampfer und zwei moderne Schiffe an 120 von mehr als 220 Tagen nur eingeschränkt unterwegs, an acht Tagen musste der Verkehr komplett eingestellt werden. Im November 2018 lag das Minus bei rund 2,2 Millionen Euro.

Die Sächsische Dampfschifffahrt fährt mit neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Raddampfern und ist damit nach eigenen Angaben die älteste und größte Raddampferflotte der Welt. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben