Fuerteventura

Fuerteventura lockt mit weißen Traumstränden

Fuerteventura wirkt auf den ersten Blick wie ein Skelett aus Erde, doch die Kanareninsel lockt mit Traumstränden.

Fuerteventura wirkt auf den ersten Blick wie ein Skelett aus Erde, doch die Kanareninsel lockt mit Traumstränden.

Essen.  Auf den ersten Blick mag Fuerteventura mit seiner Vulkanen, Geröllfeldern und kahlen Berghängen unattraktiv wirken. Doch die Kanareninsel lockt mit Traumstränden und Dünenlandschaften. Surfer, Genießer und Kneipenliebhaber kommen auf ihre Kosten.

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Puerto del Rosario. Der Taxifahrer ist empört. Fuerteventura sei auch deswegen so schön, hat er soeben von seinem Gast gehört, „weil man die Insel nicht wie so viele andere Urlaubsorte mit dem Gefühl verlässt, etwas Entscheidendes verpasst zu haben“. Er sieht das anders, vielleicht hat er die Ironie in den falschen Hals bekommen. Doch dass „Fuerte“, wie die Kanareninsel von deutschen Touristen genannt wird, auf den ersten Blick ein hässliches Entlein ist, steht schon im Reiseführer.

Für den Taxifahrer, einen Rheinländer, erst vor zwei Monaten mit Sack und Pack hierhergekommen, sind die braunen Berge und weitläufigen Geröllfelder das Aussteigerparadies schlechthin. Fuerteventura überzeugt nicht mit touristischen Höhepunkten. Einige Leuchttürme, ab und an eine Windmühle in der Mondlandschaft. Ziegen, die die kahlen Berghänge nach verwertbaren grünen Überbleibseln abknabbern. Im Hafen der Inselhauptstadt Puerto del Rosario legt hin und wieder ein Kreuzfahrtschiff an.

Traumstrände und Dunenlandschaften

Kulturinteressierte werden auf Fuerteventura nicht viel finden und die spanische Insel kann auch nicht mit Persönlichkeiten der Zeitgeschichte prahlen. Bei heute noch immer nur knapp 95.000 Einwohnern ist das kein Wunder. Allenfalls fällt mal der Name Miguel de Unamuno, ein baskischer Philosoph und Schriftsteller, der 1924 einige Monate als politisch Verbannter auf der Insel lebte und dem in Puerto del Rosario ein Museum gewidmet ist.

Unamuno erkannte im Exil die asketische Schönheit der Insel: „Dieses Skelett aus Erde, felsige Eingeweide, die aus der Tiefe des Meeres emporsteigen, Vulkanruinen, dieses rötliche, vom Dunst gepeinigte Gerippe! Und doch, welche Schönheit! Ja, Schönheit! Sichtbar für den, der das innere Geheimnis der Form zu suchen versteht, die Essenz des Stils in den klaren Linien des Skeletts; für den, der in einem kahlen Totenschädel die Schönheit eines Kopfes zu entdecken weiß.“

120 Kilometer westlich der marokkanischen Küste wirkt das langgestreckte Fuerteventura, zweitgrößte Insel des Archipels, wie der Wurmfortsatz der Sahara. Doch beim Sand fängt die Schönheit des Eilands an. Fuerteventura punktet mit Traumstränden und Dünenlandschaften. Weiß und leuchtend breitet die Insel ihre Reize im Atlantik aus.

Kleine Buchten als intime Badelagunen

Vor allem im Norden bei Corralejo und im Süden auf der Halbinsel Jandia. Dazu hellblaues Meer, eine kräftige Brise, fast nie Regen und das ganze Jahr über angenehme Temperaturen. Hier ist es nie zu kalt oder zu heiß.

Im Inselnorden, nahe des Ferienzentrums Corralejo, liegt das Fischernest El Cotillo. An seiner Nordseite finden sich kleine Buchten, die sich als intime Badelagunen anbieten. Der sozusagen um die Ecke gelegene ruppige Weststrand ist wegen seiner Brandung Surfertreff und Ziel melancholischer Strandwanderer. Beide

Obwohl in den vergangenen Jahren an den Rändern des Ortes größere Ferienanlagen entstanden sind, hält sich der organisierte Trubel in El Cotillo noch in Grenzen. Es gibt kleine, ursprüngliche Fischrestaurants, in denen auch Ziegenfleischeintopf bestellt wird, und ein Nachtleben, bei dem vor allem Freunde britischer Pubkultur auf ihre Kosten kommen. Zum Kneipenrundgang im warmen Nachtwind gehören Dartboard, Guinness und schottische Wirte, die zur Gitarre greifen. Auf Fuerteventura gibt es alles, was man für einen Entspannungsurlaub braucht. Wer mehr will, könnte enttäuscht werden.

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