Hurricane und Wacken

Große Musik-Festivals bis Ende August abgesagt

Das Hurricane Festival gehört zu den größten Musikevents Deutschlands. Wegen des Veranstaltungsverbots darf es in diesem Jahr nicht stattfinden.

Das Hurricane Festival gehört zu den größten Musikevents Deutschlands. Wegen des Veranstaltungsverbots darf es in diesem Jahr nicht stattfinden.

Foto: dpa

Berlin.   Viele Open-Air-Festivals sind für Tausende Musik-Fans das Ereignis des Jahres. Doch diesmal dürfte sich große Enttäuschung breit machen. Denn das Veranstaltungsverbot führt zu einer Reihe von Absagen.

Die Festivals Hurricane, Southside, Deichbrand, Elbjazz, Limestone, Highfield und M'era Luna sind wegen der Coronavirus-Krise abgesagt. Sie müssen "aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August 2020" ausfallen, wie der Veranstalter FKP Scorpio mitteilte. Ob Ticketinhaber ihr Geld zurückbekommen, blieb zunächst offen.

"Unsere Gäste können sich sicher sein, dass wir sie schnellstmöglich und umfassend über weitere Schritte informieren werden", hieß es. "Für viele Musikfans sind unsere Festivals lang herbeigesehnte Höhepunkte des Jahres, die in dieser noch nie da gewesenen Ausnahmesituation dennoch ganz klein scheinen", erklärte der FKP-Scorpio-Geschäftsführer Stephan Thanscheidt.

Die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August hatten die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder zuvor beschlossen.

Heavy-Metal-Festival in Wacken fällt aus

Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken wird in diesem Sommer wegen der Corona-Auflagen nicht stattfinden. "Wir stehen vor einer Situation, wie wir sie in 30 Jahren noch nicht erlebt haben, denn wir müssen schweren Herzens mitteilen, dass es in diesem Jahr leider kein Wacken Open Air geben wird", sagte Festival-Mitbegründer Holger Hübner. Grund ist die von Bund und Schleswig-Holstein geplante Absage von Großveranstaltungen bis zum 31. August.

Des Festival sollte ursprünglich vom 30. Juli bis 1. August 2020 stattfinden. "Unser gesamtes Team hat auch in den letzten Monaten intensiv an dem Festival gearbeitet. Desto mehr sind wir alle enttäuscht, dass wir in diesem Jahr kein Wacken Open Air mit unseren Besuchern und den Bands feiern dürfen", sagte Hübner. Mitbegründer Thomas Jensen sagte: "Diese Nachricht trifft uns tief und muss auch von uns erst einmal verarbeitet werden." Dennoch trügen die Organisatoren "in dieser für die gesamte Welt schwierigen Lage die Entscheidung der Bundesregierung mit".

Zum Umgang mit den bereits verkauften Tickets für das Festival und den Plänen für 2021 wollen sich die Organisatoren "so bald wie möglich äußern, bitten hierfür aber um etwas Geduld", hieß es. In den vergangenen Jahren haben jeweils etwa 75.000 Metalfans die Veranstaltung im Norden besucht. (dpa)

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