Nahverkehr

Pariser Metro verabschiedet sich von Fahrkarten aus Papier

Ein Einzelfahrschein aus Papier und die Navigo-Easy-Karte liegen auf einem Tisch. Die traditionellen Pariser Metro-Tickets aus Papier sollen verschwinden.

Ein Einzelfahrschein aus Papier und die Navigo-Easy-Karte liegen auf einem Tisch. Die traditionellen Pariser Metro-Tickets aus Papier sollen verschwinden.

Foto: dpa

Paris.  Reisende können künftig einen elektronischen Fahrausweis für den Pariser Nahverkehr kaufen, der sich wieder aufladen lässt.

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Die traditionellen Pariser Metro-Tickets aus Papier sollen verschwinden. Seit Mittwoch, 12. Juni, können Reisende einen elektronischen Fahrausweis für den Pariser Nahverkehr kaufen, der sich wieder aufladen lässt. Die «Navigo Easy»-Karte richtet sich speziell an Gelegenheitsnutzer und Touristen, wie der Betreiber Île-de-France Mobilités mitteilte. Die Karte kostet zwei Euro und kann Einzeltickets, Tageskarten oder Busfahrkarten zum Flughafen speichern.

500 Millionen Papiertickets pro Jahr verkauft

Das Einzelticket aus Papier gibt es zwar immer noch - bis 2020, spätestens 2021, soll es aber verschwinden. Der Betreiber schätzt, dass jedes Jahr mehr als 500 Millionen Papiertickets verkauft werden - und im Müll oder auf der Straße landen. «Auf die Straße geworfen, braucht ein Metro-Ticket ein Jahr, um sich zu zersetzen, fast so lang wie ein Zigarettenstummel», heißt es. Die neue «Navigo-Easy»-Karte wird an allen Pariser Bahnhöfen verkauft und kann am Automaten aufgeladen werden. Beispielgebend ist die Londoner «Oyster-Card».

Pariser nutzen in der Regel schon eine wiederaufladbare «Navigo»-Karte - zum Beispiel für ihre Monats- oder Jahreskarte. Diese muss aber bestellt werden und ist anders als die «Navigo-Easy»-Karte personengebunden. (dpa)

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