Basketball-WM

Basketball-Boss nimmt nach WM-Aus Dennis Schröder in Schutz

Hart erkämpfter Sieg: Deutschlands Basketballer um Dennis Schröder besiegten Kanada knapp.

Hart erkämpfter Sieg: Deutschlands Basketballer um Dennis Schröder besiegten Kanada knapp.

Foto: dpa

Shenzhen.  Basketball-Verbandschef Ingo Weiss fühlt die Mannschaft ungerecht behandelt, kritisiert deshalb die Medien und wertet Platz 18 als „Erfolg“.

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Die deutschen Basketballer erhalten sich zum WM-Ende in China nach dem enttäuschenden Vorrundenscheitern den Olympia-Traum. Verbandschef Ingo Weiss äußert sich zum Abschneiden der Mannschaft, zum Umgang mit NBA-Spieler Dennis Schröder und allgemein zur Kritik an der Nationalmannschaft.

Weiss: Es wird immer nur das Negative herausgebracht

Zum Abschluss der WM findet Weiss vor allem zum Umgang mit Dennis Schröder, der sich noch nicht für weitere Einsätze in der Nationalmannschaft festlegen wollte, deutliche Worte: "Die Berichterstattung über Dennis Schröder geht mir auf den Wecker. Er wird nach seinem Commitment gefragt. Was soll er denn sagen? Er sagt: Wenn ich gesund bin, wenn ich Lust habe, und das hat er, spiele ich. Was soll er denn noch mehr machen? Dann lese ich: Dennis Schröder weiß nicht, ob er weiterspielt. Das ist doch pervers. Die Trainerfrage wird laufend immer wieder weiter hochgehoben. Es wird immer nur das Negative herausgebracht. Warum kann man nicht auch einmal sagen, dass die Jungs sich bis zum Ende den Arsch aufgerissen haben.“ Er würde sich freuen, soagt Weiss weiter, wenn nicht alles immer nur negativ gesehen würde: „Wenn ich einmal was Positives lesen würde, wäre es schön.“

"Wir haben unser Ziel erreicht"

Mit dem Abschneiden der Mannschaft bei der WM ist der erste Mann des deutschen Basketballs nicht unzufrieden. Über die WM sagt Weiss: "Wir haben unser Ziel erreicht, wir sind 18. geworden, das hat uns überhaupt nicht zurückgeworfen. Wenn ich in einer Zeitung lese: Die Vorfreude auf die EM 2021 ist getrübt, das ist doch pervers. Wir haben unser erstes Ziel erreicht: das Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele. Wir sind 18. geworden bei der Weltmeisterschaft, das ist für uns ein Erfolg.“

Dass das Team die Zwischenrunde verpasste, habe natürlich an dem „grottenschlechten Spiel“ gegen die Dominikanische Republik, aber auch am Modus gelegen. Er sei stolz, dass das Team überhaupt bei einer Weltmeisterschaft dabei gewesen sei, sagt Weiss: „Am Ende des Tages gehen wir nach Hause, und wir haben zwei Spiele verloren, mit vier Punkten gegen Frankreich und mit zwei Punkten gegen die Dominikanische Republik. Und trotzdem werden über uns Scheißekübel ausgeschüttet.“ (dpa/fs)

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