Basketball

Die NBA beginnt - so stark sind die Teams aus L.A.

Will mit seinen Lakers ins Finale: LeBron James.

Will mit seinen Lakers ins Finale: LeBron James.

Foto: Getty

Essen.  Die weltbeste Basketball-Liga startet in die neue Saison. Zum Favoritenkreis zählen auch beide Teams aus Los Angeles mit ihren Superstars.

Nun beginnt sie also: Die erste Saison in der nordamerikanischen NBA – der besten Basketball-Liga der Welt – ohne einen der weltbesten Spieler der jüngsten Jahre. Es ist das erste Jahr ohne Dirk Nowitzki. Und auch sonst hat sich ganz schön viel verändert, wenn in der Nacht auf Mittwoch die ersten Partien gespielt werden. Ein Überblick.

Die Favoriten

Vorbei sind die Zeiten, in denen die ganze Liga die Golden State Warriors jagte. Der Finalteilnehmer der vergangenen fünf Jahre und dreimalige Meister war fast schon zu gut für die NBA. Und jetzt? Zwar ist Superstar Stephen Curry noch da, aber Kevin Durant ist zu den Brooklyn Nets gegangen und Scharfschütze Klay Thompson wird nach seinem Kreuzbandriss erst im kommenden Jahr zurückerwartet. Da auch der amtierende Meister Toronto Raptors in Kawhi Leonard seinen besten Spieler verloren hat, sind im Finale andere zu erwarten. Mit im Favoritenrennen: Die Milwaukee Bucks mit dem griechischen Ausnahmeathleten Giannis Antetokounmpo, die Philadelphia 76ers mit dem – was die Körpergröße der Spieler angeht – „größten Team“ und die Houston Rockets, die nun neben Alleskönner James Harden auch noch Russell Westbrook aufbieten können.

Alle Wege führen nach Rom, lautet ein Sprichwort. In Sachen NBA-Finale dürfte es heißen: Alle Wege führen nach Los Angeles. Zu den Lakers. Oder zu den Clippers. Die Lakers haben LeBron James, mit seinen 34 Jahren auch im fortgeschrittenen Alter noch einer der besten Spieler der NBA-Geschichte. Und nun haben sie auch einen zweiten Superstar – Anthony Davis, dominant in Angriff und Verteidigung. Einen ersten Eindruck, ob das reicht, könnte es schon Dienstagnacht geben, wenn die Lakers mit dem Los-Angeles-Derby gegen die Clippers die Saison eröffnen (4.30 Uhr deutscher Zeit/DAZN). Und die Clippers sind gar noch ein etwas größerer Titelanwärter. Durch Kawhi Leonard, der vergangene Saison ein nicht gerade topbesetztes Toronto-Team zum Titel führte, und durch den starken Paul George zählt das oftmals belächelte der beiden L.A.-Teams, das in seiner Geschichte noch nie das Halbfinale erreichte, plötzlich zum Favoritenkreis.

Die Deutschen

Dirk Nowitzki hat aufgehört, aber deutsche Nationalspieler gibt es noch stolze sechs in der NBA. Der erfahrenste ist Dennis Schröder (26), der sich nach dem personellen Umbruch bei Oklahoma City Thunder neu beweisen muss. Maximilian Kleber könnte bei Nowitzkis Ex-Klub Dallas den nächsten Schritt machen, die Mavericks sind im starken Westen mit ihrem jungen Team durchaus konkurrenzfähig. Immerhin investierten die Mavericks in den 27-Jährigen, statteten ihn mit einem 35-Millionen-Dollar schweren Vierjahresvertrag aus. Für Daniel Theis bietet sich nach Abgängen von Konkurrenten bei den eher mittelmäßig einzuschätzenden Boston Celtics die Chance, auf einen Platz unter den ersten Fünf. Im Doppelpack wechselten die beiden Talente Moritz Wagner (22) und Isaac Bonga (19) von den Lakers zu den Washington Wizards. Für beide könnte das zweite NBA-Jahr ein Neuanfang sein – mit guter Aussicht auf mehr Spielzeit. Der 21-jährige Isaiah Hartenstein dürfte es bei den weitaus besser besetzten Houston Rockets derweil schwerer haben, Spielfeldluft zu schnuppern.

Und was sagt der, der nun nur noch zusehen wird? „So etwas habe ich noch nie erlebt: Dass so viele Leute, vor allem auch Top-Spieler, die Vereine wechseln“, sagte der 41-jährige Dirk Nowitzki auf der Frankfurter Buchmesse. „Die Los Angeles Lakers mit LeBron James und Anthony Davis und auch die Los Angeles Clippers sind superbesetzt und zählen zu den Favoriten. Aber an sich ist alles weiter offen.“

Die NBA im TV

Komplette Spiele sind im frei-empfangbaren Fernsehen schon lange nicht mehr zu sehen. Wer sich nicht das komplette Paket der NBA (League Pass, 229 Euro im Jahr) leisten möchte, kann auf den günstigeren Bezahl-Streamingdienst DAZN (119,99 im Jahr) ausweichen, der 200 Saisonspiele und Play-offs sowie Halbfinals und Endspiele live und auf Abruf zeigt.

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