Basketball

Englische Woche endet in Heidelberg

Her mit dem Ball: Nicht eben zimperlich packt Loyce Bettonvil von Herner TC (r.) gegen Heidelbergs 1,90m-Centerin Tiffany Jones-Smith zu.

Foto: Dietmar Wäsche

Her mit dem Ball: Nicht eben zimperlich packt Loyce Bettonvil von Herner TC (r.) gegen Heidelbergs 1,90m-Centerin Tiffany Jones-Smith zu.

HTC-Damen wollen im dritten Spiel binnen sechs Tagen zwei weitere Punkte auf ihr Konto packen. Trainer Piotrowski rechnet mit starker Gegenwehr.

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Momentan kommt selbst Marek Piotrowski das Wort Klassenerhalt nicht mehr so leicht über die Lippen. Nach dem hart erkämpften 80:69 gegen Bad Aibling am Mittwoch – es war übrigens erst das sechste Heimspiel mit dem sechsten Herner Sieg – könnte der Trainer der HTC-Damen das Ziel in dieser Bundesligasaison getrost offensiver formulieren. Aber noch ziert er sich. „Theoretisch ist noch alles möglich“, beharrt er. „Wir denken von Spiel zu Spiel.“ Wenn sein Team allerdings a diesem Samstag aus Heidelberg zwei weitere Punkte entführt, wird auch Piotrowski dieses Wort einfallen, was er vergessen zu haben scheint: Playoffs. Sprungball zur Partie bei den AXSE BasCats Heidelberg ist um 17.30 Uhr in der Uni-Sporthalle (ISSW) am Neuenheimer Feld 700.

„Warten wir mal das Spiel in Heidelberg ab. Wenn wir gewinnen, hätten wir zwölf Punkte vor einem Abstiegsplatz, das sollte dann wirklich reichen“, hält „Magier“ Piotrowski den Ball weiter flach. Auch dass sich die BasCats am Mittwoch in Wasserburg eine 54:116-Packung einfingen, wiegt ihn nicht in Sicherheit. „Man weiß nicht, ob sie so schlecht waren, oder ob sie das Spiel abgeschenkt haben, um Kraft für das Heimspiel gegen uns zu sparen.“ Blenden lasse er sich von diesem Ergebnis jedenfalls nicht. „Wir wissen, was uns in Heidelberg erwartet“, bereitet Piotrowski sein Team erneut auf ein ganz enges Spiel vor.

Hinspielsieg war am Ende erzittert

Schon in heimischer Halle hatten die Hernerinnen mit dem Aufsteiger ihre liebe Mühe und mussten am Ende noch richtig zittern. Fast hätte der HTC seinen hübschen Halbzeitvorsprung (42:30) verspielt, rettete sich mit 76:73 nur knapp ins Ziel. In eigener Halle sind die BasCats noch um einiges stärker. Alle ihre drei Siege haben sie im ISSW eingefahren, zuletzt feierten sie dort wichtige Erfolge gegen Halle (74:69) und Göttingen (63:53), jene beiden Teams, mit denen sie punktgleich derzeit die letzten drei Plätze belegen.

Auch einen zweiten Vorteil sieht Marek Piotrowski beim Gegner. „Anders als Heidelberg sind wir am Ende einer englischen Woche. Wir haben zwei gute Spiele gemacht, aber natürlich geht das an die Substanz.“ Ob die Kräfte reichen, hoch motivierte und ziemlich kratzbürstigen Katzen zu zähmen, das könne er im Vorfeld schlecht beurteilen. Mit nur noch acht gestandenen plus ein paar jugendlichen Spielerinnen ist der Kader für solche Belastungen nicht eben üppig bestückt.

BasCats spielen mit großer Rotation

Deutlich größer ist der Kader seines Kollegen Dennis Czygan, der oft auf eine große Rotation setzt und die Spielzeit auf zwölf Damen verteilt. Nur Topscorerin Veshaundra Young (16,2 Punkte pro Spiel) steht im Schnitt mehr als 30 Minuten auf dem Parkett. Knapp an diese Marke heran kommen US-Centerin Tiffany Jones-Smith und die letztjährige Hernerin Rachel Arthur, die ebenfalls im Schnitt zweistellig punkten.

Eine Veränderung gegenüber der Hinserie gibt es auf der Heidelberger Aufbauposition. Brooke LeMar hat sich von ihrem Kreuzbandriss erholt und dirigierte in Wasserburg erstmals das Spiel. Mit Sara Kranzhöfer, Helena Chatzitheodoros oder Anne Zipser, der Schwester des NBA-Profis Paul Zipser, stehen auch einige junge deutsche Talente im Team der BasCats.

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