Basketball

HTC-Damen ringen die Firegirls nieder

Auch Spielmacherin Karin Kuijt hatte aus der Nahdistanz kein Glück, setzte aber drei von sechs Dreiern und alle vier Freiwürfe in die Reuse.

Foto: Sabrina Didschuneit

Auch Spielmacherin Karin Kuijt hatte aus der Nahdistanz kein Glück, setzte aber drei von sechs Dreiern und alle vier Freiwürfe in die Reuse. Foto: Sabrina Didschuneit

Hernerinnen gewinnen auch ihr siebtes Heimspiel. Eine höhere Intensität in der Defense führt Piotrowski-Team zum 80:69-Sieg gegen Bad Aibling.

Herner TC -
Fireballs Bad Aibling 80:69

Viertel: 27:18, 14:24, 17:12, 22:15.
HTC: Jill Bettonvil (20/4 Dreier), Attura (17/3), Kuijt (13/3), Bussey (11/3), Range (7), Slim (6, 12 Rebounds), Loyce Bettonvil (4), Karic (2), Zolper, Pooch, Polleros, Tenbrock.

Fireballs: Sherbert (20/4), Waters (19/1, 10 Reb.), Young (13, 14 Reb.), Engeln (8), Recoura (6/1), Hartmann (3/1), Kancevic, Lippert.

Statistik (HTC - Fireballs): Zweier: 31% (15/48) – 33 % (15/46); Dreier: 50 % (13/26) – 39 % (7/18); Freiwürfe: 85 % /11/13) – 86 % (18/21); Rebounds: 36 (27 def., 9 off.) – 49 (36, 13).; Turnover: 7 – 18; Assists: 16 – 10; Steals: 9 – 3.

Die Festung H2K-Arena wackelte, aber sie fiel nicht. In einer begeisternden Partie kämpften die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC ihre Gäste aus Bad Aibling nieder und wahrten bei ihrem siebten Auftritt vor eigenem Publikum mit dem siebten Sieg ihren Heimnimbus.

In der Schlussphase einer fast über die gesamte Distanz heiß umkämpften und von beiden Seiten mit großer Leidenschaft geführten Begegnung hatten die HTC-Damen sogar die Chance, den direkten Vergleich aus beiden Spielen mit einem 14-Punkte-Sieg für sich zu entscheiden und den Tabellendritten schon jetzt zu überflügeln. Doch der Dreier der groß aufspielenden Beatrice Attura sprang vom Ring hoch in die Luft, tupfte erneut aufs Metall und hüpfte dann hinaus. „Am Ende haben wir am direkten Vergleich geknabbert, aber den Sieg nehmen wir auch so gerne mit“, ließ sich Trainer Marek Piotrowski die gute Laune nicht verderben.

Schlechte Defense vor der Pause

Mit der ersten Halbzeit war er allerdings noch nicht komplett einverstanden. „Da haben wir schlechte Defense gespielt. 42 Punkte sind einfach zu viel“, haderte der Herner Headcoach mit dem Reboundverhalten. Zu Recht. Denn dass die Firegirls dem HTC die Führung kurz vor der Pause wieder abjagten, hatten sie vor allem der „zupackenden Art“ ihrer fantastischen US-Centerinnen Destinee Young und Chelsea Waters zu verdanken, die das Gros aller Abpraller wegfischten.

Gäste dominieren unter den Körben

Im Angriff lief es bei den HTC-Ladys von Beginn an recht gut. Zwar ließen sie etliche Korbleger liegen, aber fast immer waren Courtney Range und Co. bei ihren Versuchen unter dem Brett auch hart bedrängt. Range schien allerdings auch nicht ganz fit und blieb vor allem in der zweiten Halbzeit lange auf der Bank.

Zogen die Hernerinnen unter den Körben meist den kürzeren, so fackelten sie von außen ein verspätetes Silvester-Feuerwerk ab. Gleich im ersten Viertel trafen Katlyn Bussey, Karin Kuijt, zweimal Jill Bettonvil und Beatrice Attura „für drei“ und ließen das anfangs ausgeglichene Spiel nach dem 15:14 (8.) langsam auf die Herner Seite kippen.

Doch die 27:18-Führung schmolz im zweiten Viertel schnell dahin. Nach dem 27:27 (13.) konnte sich der HTC zwar noch einmal auf 36:31 (16.) absetzen, aber die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte den Gästen.

Mehr Intensität und Entschlossenheit

Bei einem 43:47-Rückstand (23.) schien dann auch die weiße Heimweste in Gefahr. Doch dann ging ein Ruck durchs Team. Von Piotrowski angepeitscht, legte das ganze Team kämpferisch noch eine Schüppe drauf. Auch packten die Hernerinnen, allen voran Isabella Slim, jetzt viel entschlossener zu und sicherten die Bälle. Und vorne liefen Jill Bettonvil und Attura heiß, auch Bussey und Kuijt streuten wichtige Dreier ein. Das war am Ende auch für die starken Firegirls nicht mehr zu verteidigen, und so strebten die nun wie entfesselten HTC-Damen mit einem 8:0-Run zum 71:59 (35.) einem verdienten Sieg entgegen.

Am Samstag geht’s nach Heidelberg. Wenn die Kräfte des kleinen Kaders reichen, ist dem Team fast alles zuzutrauen. Hernes Basketballfreunde dürfen sich jedenfalls noch auf eine interessante Saison freuen. Lassen wir uns überraschen.

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