Basketball

HTC-Damen starten in den Liga-Alltag

Im Hinspiel setzten sich Chloe Bully (r.) und der HTC klar gegen Göttingen (hier Theresa Simon) durch.

Im Hinspiel setzten sich Chloe Bully (r.) und der HTC klar gegen Göttingen (hier Theresa Simon) durch.

Foto: Klaus Pollkläsener

Nach der Qualifikation für das Final Four will der Herner TC auch das Bundesliga-Jahr mit einem Sieg beim Tabellenachten in Göttingen beginnen.

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Nach dem erfolgreichen Start ins neue Jahr mit dem Einzug ins Top4-Turnier um den DBBL-Pokal steht für die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC nun wieder der Liga-Alltag auf dem Plan. Am Sonntag um 16 Uhr gastiert der Tabellenzweite bei den flippo Baskets BG 74 in Göttingen (Felix-Klein-Gymnasium, Böttingerstraße 17).

So hartnäckig er sich in der Vergangenheit gegen die Favoritenrolle gesträubt hat – langsam findet sich auch HTC-Trainer Marek Piotrowski damit ab, dass sich Hernes Gegner meist als Außenseiter sehen. Schließlich ist das auch Ausdruck der guten Arbeit, die in Herne geleistet wird. „Fast jedes Spiel hat jetzt denselben Charakter“, weiß Piotrowski. „Wir gelten als Favorit und müssen unsere Position verteidigen. Aber das tun wir gern.“

Dass dies in Göttingen nicht einfach wird, das wird Hernes Trainer seinem in dieser Saison erst einmal geschlagenem Team schon klar machen. „Göttingen ist einfach eine Basketball-Hochburg. Auch die flippo Baskets haben ein tolles Publikum hinter sich und sind für jeden Gegner gefährlich“, warnt Piotrowski. „Das ist eine gute Mannschaft, die sogar Keltern geschlagen hat.“

Starker Göttinger Jahresendspurt

Auch der Endspurt im alten Jahr war so recht nach dem Geschmack von Göttingens Trainer Giannis Koukos. Erst gab es zwei Punkte am grünen Tisch, weil den Royals des TV Saarlouis ein Formfehler unterlaufen war, anschließend erkämpften sich die flippo Baskets noch einen 62:59-Heimsieg über die Eisvögel Freiburg. Damit hat sich der letztjährige Aufsteiger auf den achten Platz geschoben und hat schon einen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Abstiegsplatz. „Mit einem Sieg über uns kann Göttingen dem Klassenverbleib schon ganz nahe kommen“, weiß Piotrowski. „Die werden alles dafür tun, um uns zu schlagen.“

Möglicherweise kann BG-Trainer Koukos auch erstmalig seine Landsfrau Eleni Kyratzi aufbieten, was die Guards Cori Coleman und Jennifer Crowder entlasten würde. Ganz sicher ist die jamaikanische Centerin Verdine Warner wieder dabei, die im Hinspiel schon früh mit einer ausgerenkten Schulter ausfiel. Beim Herner 74:46-Sieg spielte das allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Auch vor Warners Ausscheiden war der HTC seinen Gästen damals in allen Belangen überlegen.

Koukos baut auf das Publikum

Das aber sollten die Hernerinnen ganz schnell vergessen und am Sonntag auf keinen Fall mit aufs Parkett nehmen. Denn wenn es bei den flippo Baskets erst einmal richtig läuft, droht auch dem bisher so stabilen Piotrowski-Team Gefahr. BG-Trainer Koukos jedenfalls hofft sehr wohl auf eine Überraschung und baut dabei vor allem aufs Publikum. „Wir müssen schon richtig gut sein, um eine Chance zu haben“, wird er zitiert. „Wir haben aber unser Publikum. Vielleicht gelingt es ja über die Stimmung.“

Der HTC ist aber auch darauf vorbereitet. Nach einer guten Trainingswoche reist das Team komplett an und will nach dem Pokalsieg auch mit einem Erfolg in das Bundesligajahr starten.

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