CAS weist Olympiaantrag von Russen ab

.   Das russische Olympia-Team ist in letzter Sekunde doch nicht gewachsen. Das oberste internationale Sportgericht (CAS) wies wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier in Pyeongchang die Klage von insgesamt 47 russischen Sportlern und Betreuern ab, doch noch an den Olympischen Winterspielen teilnehmen zu dürfen.

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Das russische Olympia-Team ist in letzter Sekunde doch nicht gewachsen. Das oberste internationale Sportgericht (CAS) wies wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier in Pyeongchang die Klage von insgesamt 47 russischen Sportlern und Betreuern ab, doch noch an den Olympischen Winterspielen teilnehmen zu dürfen.

Der CAS begründete sein Urteil allein mit formalen Gründen. Nachdem das russische Nationale Olympische Komitee suspendiert worden war, habe das Internationale Olympische Komitee (IOC) das Recht gehabt, einzelne Athleten über eine besondere Liste einzuladen. Nicht über diese Liste eingeladen zu werden, sei „keine Sanktion, sondern ein Auswahlprozess“ gewesen, argumentieren die Richter. Diesen Fakt hätten die 47 Athleten, darunter Biathlon-Olympiasieger Anton Schipulin, vor Gericht anerkannt. Daher habe das IOC über seine oft Hausrecht genannten Statuten das Recht, einzelne Athleten nicht einzuladen, weil die Teilnehmerliste nicht in „diskriminierender, wertender und unfairer Weise“ erstellt worden sei.

Kein Urteil zu Dopingvorwürfen

Anders formuliert: Der CAS hat mit der Entscheidung nicht über die Schuldfragen in Sachen Doping geurteilt. In 15 Fällen hatte das Gericht vergangene Woche lebenslange Sperren aus Mangel an Beweisen aufgehoben. Das bedeutet aber nach Ansicht der Richter eben nicht, dass die Sportler automatisch teilnehmen dürfen.

Weil der CAS in seiner Argumentation nicht über Dopingvorwürfe urteilt, stärkt er kurzfristig das IOC, weil weitere Klagen für die Spiele in Pyeongchang aussichtslos erscheinen. DOSB-Chef Alfons Hörmann begrüßte daher die Entscheidung des CAS als „höchst erfreuliche Mitteilung.“

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