Folgen für Eishockey offen

DEB-Präsident Reindl begrüßt IOC-Urteil zu Russland

Franz Reindl glaubt nicht an eine Teilnahme Russlands am olympischen Eishockeyturnier unter neutraler Flagge.

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Franz Reindl glaubt nicht an eine Teilnahme Russlands am olympischen Eishockeyturnier unter neutraler Flagge. Foto: dpa

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München Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und Exekutivmitglied im Weltverband IIHF, begrüßt das IOC-Urteil zum russischen Dopingskandal.

"Ich bin froh, dass es keine Kollektivbestrafung gegeben hat. Das Urteil lässt den sauberen Sportlern die Möglichkeit, bei Olympia zu starten", sagte Reindl der Deutschen Presse-Agentur.

Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte entschieden, dass nicht des Dopings überführte russische Sportler bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang nur unter neutraler Flagge starten dürfen. Zugleich wurde das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) für die Winterspiele gesperrt. "Das ist das bestmögliche Urteil, aber es ist auch ein sehr hartes Urteil", sagte Reindl.

Zu den Auswirkungen auf das Eishockey-Turnier in Südkorea wollte Reindl sich nicht näher äußern: "Jetzt muss man erstmal abwarten, wie die Russen entscheiden." Reindl rechnet mit einer schnellen Entscheidung. Die Teilnahme von russischen Männer- und Frauenteams unter neutraler Flagge gilt aktuell indes als unwahrscheinlich.

Die stark russische geprägte osteuropäische Profiliga KHL hatte zudem auch für den nun eingetretenen Fall angedroht, auch die ausländischen Spieler nicht für Olympia freizugeben. Das würde auch die anderen Top-Nationen hart treffen. Sollte Russland nicht unter neutraler Flagge starten, entscheidet die IIHF über das Nachrückverfahren. Bei den Männern dürfte Weißrussland nachrücken, bei den Frauen könnte eventuell Deutschland profitieren.

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