DEL

DEG sichert zwei Punkte gegen Bremerhaven nach 0:3-Rückstand

Sieger mit der Düsseldorfer EG: Philip Gogulla.

Sieger mit der Düsseldorfer EG: Philip Gogulla.

Foto: imago

Düsseldorf.  Gegen Bremerhaven legte die Düsseldorfer EG ein ganz schwaches erstes Drittel hin - gewann aber noch mit 5:4 nach Penaltyschießen.

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Zu den Eishockey-Spielen der DEG werden auch regelmäßig Schüler und Jugendliche in den Rather Dome eingeladen. Der Nachwuchs machte die Arena am Freitagabend im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven fast voll. 12 467 Zuschauer bildeten eine prächtige Kulisse für ein aufregendes DEL-Spiel. Und es gab einiges zu begutachten: ein schlechtes erstes Drittel der Gastgeber, eine Aufholjagd danach, herzhafte Faustkämpfe, Videobeweise. Am Ende gingen jene, die es mit der DEG hielten, nach einem 5:4 (0:3, 2:0, 2:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen jubelnd nach Hause. John Henrion sorgte für die Entscheidung.

Zweimal Videobeweis

Pfiffe gegen die eigenen Cracks gibt es nicht oft in Rath. Am Freitagabend war der akustische Protest gegen eine mangelhafte Leistung der Schlittschuhläufer in Rot und Gelb nach 20 effektiven Spielminuten deutlich hörbar. 0:3 gegen Bremerhaven, das war dann doch eine ziemliche Enttäuschung. Darüber konnte auch nicht die Tatsache hinwegtäuschen, dass der drittbeste Angriff der DEL sein Können vorzüglich zur Schau gestellt hatte.

Zweimal musste die Unparteiischen den Videobeweis zu Rate ziehen. Beim möglichen forcierten Handtor von Alexander Friesen zum 1:0 ging es aber ebenso regelkonform zu wie beim 2:0. Da fegte Pinguin Patrick Joseph Alber zwar DEG-Torhüter Fredrik Pettersson Wentzel um, wurde aber auch von DEG-Topscorer Philip Gogulla in den Torraum geschoben. Als ein regulärer Treffer für die Bremerhavener Gäste.

Bei beiden Gegentreffern hatte auch Pettersson Wentzel seine Aktien im Spiel. Der Schwede ließ jeweils Halbdistanzschüsse vom Körper nach vorn und nicht nur Seite abprallen. Am 0:3 durch Justin Feser, einer von vielen flotten Kontern der Gäste, konnte indes auch der Düsseldorfer Goalie nichts machen. Die Gastgeber hatten sogar Glück, dass kurz vor dem dritten Gegentor noch eine Bremerhavener Scheibe lediglich an den DEG-Torpfosten geklatscht war.

Wachgerüttelt in der Pause

In der Drittelpause hatte Trainer Harold Kreis seine Mannen offenbar ein wenig wach gerüttelt. Durchgang zwei wurde mit deutlich mehr Elan angegangen.

Lohn der Überlegenheit auf dem Eis war das 1:3 durch Kapitän Alexander Barta. Dem 36-jährigen Angreifer gelang im Nachschuss sein 13. Saisontreffer. Feurig wurde es dann durch das 2:3 von Braden Pimm, der im Getümmel vor dem Gästetor die Lücke zum zweiten Treffer fand.

Und es kam noch besser. Wieder der letztjährige Kasselaner Zweitliga-Torjäger Pimm – Ausgleich per Handgelenksschuss in der vierten Minute des dritten Durchgangs. Bremerhaven bekam eine schnelle Comebackchance, verschoss aber einen Penalty durch Rylan Schwartz. Dann wurde Referee Lasse Kopitz von einem Puck an der Stirn getroffen, musste von DEG-Teamarzt Ulf Blecker vom Eis geführt werden, kam später zurück.

Zuvor hatte Kopitz eine Strafe gegen die DEG abgezeigt. Das Powerplay nutzten die Gäste zum 4:3 durch Jan Urbas. Doch Barta machte noch das 4:4, zum vierten Mal an diesem Abend in Überzahl für die Düsseldorfer. In der Verlängerung fielen dann keine Treffer, so dass es letztlich auch noch ins Penaltyschießen ging.

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