Eishockey

Desolater Auftritt des EV Duisburg gegen die Tilburg Trappers

Raphael Joly konnte für den EVD nur auf 2:5 verkürzen.

Foto: Lars Fröhlich

Raphael Joly konnte für den EVD nur auf 2:5 verkürzen. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Füchse lassen Torhüter Eddy Renkewitz im Spitzenspiel allein. Nach zwischenzeitlichem 0:5-Rückstand heißt es am Ende 2:5. Ruhrderby am Sonntag.

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Es gibt Spiele, für die ein Wort reicht, um sie zu beschreiben – zumindest aus der Sicht einer der beiden Mannschaften. Das vermeintliche Topspiel in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Nord zwischen dem EV Duisburg und den Tilburg Trappers war so ein Spiel. Und das Wort aus Sicht der Füchse heißt: desolat. Nach nicht einmal 25 Minuten lagen die Duisburger bereits mit 0:5 hinten, nachdem die Feldspieler ihren Torhüter Etienne Renkewitz in einem Maße allein gelassen haben, das so nicht zu tolerieren ist. Das Abwehrverhalten bei diesen Toren wäre mit „Geleitschutz“ noch freundlich beschrieben. Letztlich stand eine 2:5 (0:3, 2:2, 0:0)-Niederlage zu Buche.

Eddy Renkewitz ist ein Publikumsliebling – und das zurecht. Sein Herz pocht in der Form eines Fuchses vor sich hin, er stammt aus dem eigenen Nachwuchs, hat als Jugendlicher auf den Rängen gestanden und die großen Füchse angefeuert. Jemand wie er hat deutlich mehr Unterstützung durch seine Vorderleute verdient als das sorglose Geplänkel, das die Duisburger im Defensivverhalten an den Tag gelegt haben. Und schon früh ging es dahin. Hinter dem Tor vertändelte Aaron Beally die Scheibe, der Mann vor dem Tor war ungedeckt, sodass Mitch Bruijsten in aller Ruhe zum 1:0 für den Meister traf. Auch Parker Bowles, der nicht erst seit gestern dafür bekannt ist, das Tor zu treffen, wurde keine Minute später nicht attackiert: 2:0 für Tilburg, weniger als fünf Minuten waren gespielt. Das hatte die Duisburger merklich verunsichert. Zwar hatten Raphael Joly, Sam Verelst und Jari Neugebauer gute Gelegenheiten, aber meist hielten die Trappers ihre Gegner erfolgreich fern von den gefährlichen Zonen auf dem Eis. Als dann auch Yannis Walch nicht nah genug am Mann war, traf Danny Stempher zum 3:0 (14.).

Berzins und Joly verkürzen

Das Leiden von Eddy Renkewitz ging weiter. In der 24. Minute spielte Tilburg in Überzahl, dennoch war es im gesteigerten Maße unnötig, Brock Montgomery derart einsam vors Tor ziehen zu lassen, sodass er zum 4:0 traf. Beim fünften Gegentor 50 Sekunden späte durfte Max Hermens nachstochern (25.). Auszeit, Torwartwechsel. Immerhin glitt das Ergebnis danach nicht weiter ins Peinliche ab. Armands Berzins verkürzte auf 1:5 (27.). Danach schloss Joly einen Unterzahlkonter zum 2:5 ab (39.). Die Fans hatten, nebenbei bemerkt, ebenfalls registriert, dass Renkewitz keine Schuld am Spielstand traf und feierten ihn nach seiner Auswechslung. Ein wenig wohl verdiente Seelenmassage für den Goalie.

Im Schlussdrittel hätte nur ein früher Duisburger Treffer noch einmal für Spannung sorgen können. Doch die Trappers spielten die Partie souverän herunter und ließen nichts mehr anbrennen. Gegen Spielende verteidigte der EVD eine lange 3:5-Unterzahlsitution. Hilft nicht viel, aber es war vielleicht eine moralische Hilfe. Denn am Sonntag (18.30 Uhr, Eissporthalle am Westbahnhof) ist eine deutliche Steigerung nötig, denn sonst könnte auch das Ruhrderby bei den Moskitos Essen zu einer bitteren Angelegenheit werden.

Tore: 0:1 (3:45) Mitch Bruijsten (Nagtzaam, Montgomery), 0:2 (4:33) Bowles (Vogelaar, Stempher), 0:3 (13:32) Stempher (Bowles, de Hondt), 0:4 (23:57) Montgomery (van Oorschot/5-4), 0:5 (24:47) Hermens (Bowles), 1:5 (26:33) Berzins (Neugebauer), 2:5 (38:25) Joly (Huebscher/4-5). Strafen: Duisburg 16 + 10 (Cespiva), Tilburg 12. Zuschauer: 1568.

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