Eishockey

Düsseldorfer EG gewinnt das Derby bei den Kölner Haien

Jubel bei den Spielern der Düsseldorfer EG.

Jubel bei den Spielern der Düsseldorfer EG.

Foto: imago

Köln.  Knapper Erfolg für die Düsseldorfer EG. In der Deutschen Eishockey-Liga DEL setzten sich die Gäste im Derby bei den Kölner Haien mit 1:0 durch.

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Niki Mondt nahm in der ersten Drittelpause kein Blatt vor den Mund. „Ich bin zufrieden damit, wie wir in den meisten Partien dieser Saison gespielt haben“, sagte der Sportchef der Düsseldorfer EG. „Aber wir haben einfach zu viel liegengelassen. Wir sind nicht effektiv genug.“ Woran es lag? „Die Gefahr geht meist nur von der Barta-Reihe aus. Außerdem hat noch John Henrion oft getroffen.“ Heißt: Vom Rest darf mehr kommen. Es wird den Chef gefreut haben, dass sich die Spieler so etwas zu Herzen nehmen, denn als im 218. Derby gegen die Kölner Haie nach gut 35 Minuten die Führung für die DEG fiel, hieß der Torschütze Jeremy Welsh. Über ihn hatte Mondt zuvor gesagt: „Der lange Ausfall von Rob Bordson hat uns wehgetan. Auch Jeremy Welsh wird ihn vermisst haben.“ Am Ende blieb es bei diesem 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) – der 99. Sieg der DEG im 218. Derby.

Allerdings bleibt die Effektivität ein Kernthema bei der DEG. Als Welsh zur Führung in der Kölner Lanxess-Arena traf, war das bereits der 25. Torschuss der Gäste – die Haie hatten zu diesem Zeitpunkt deren nur 16 zu verzeichnen. Keine Frage, die Führung war verdient. Da aber die Liga bis Rang elf – dem ersten Nicht-Play-off-Platz – nach wie vor eng beieinander ist, wäre eine bessere Chance-Tor-Quote immens wichtig.

Obwohl die Partie lange Zeit torlos stand, war sie alles andere als langweilig. Auch die Haie hatten ihre Chancen – die aus den besseren Positionen wurden aber bei der DEG verzeichnet. Der KEC war oft zu verspielt – oder hatte auch Pech. Gerade Felix Schütz, der derzeit einen bärenstarken Lauf hat, hätte seine Mannschaft das eine oder andere Mal in Führung bringen können. Auch Kölns Neuzugang Bill Thomas, gerade frisch von Ilves Tampere verpflichtet, deutete an, welche Verstärkung er für die Domstädter sein kann. Noch aber fehlte, zum Glück für die DEG, die Bindung zum Kölner Spiel.

Doppelchance in der neunten Minute

Etwa um die neunte Minute nahm das Spiel so richtig Fahrt auf. Erst klärte der Kölner Goalie Daniar Dshunussow gegen Bernhard Ebner und John Henrion – ehe Sekunden später Haie-Angreifer Ryan Jones durchgebrochen war. Doch DEG-Torhüter Dan Bakala hatte offenbar etwas gegen eine KEC-Führung. In der 14. Minute hätte eine defensive Nachlässigkeit von Rob Bordson beinahe zu einem Tor durch Haie-Verteidiger Corey Potter geführt, doch Bakala war erneut zur Stelle. Doch auch Dshunussow zeigte sich gut aufgelegt, verhinderte kurz vor der Pause gegen Henrion und Daniel Weiß zweimal eine Düsseldorfer Führung.

Gerade als sich die Haie im zweiten Drittel ein Übergewicht erspielten, schlug dann aber doch die Stunde der DEG, weil sich der Kölner Shawn Lalonde nicht im Griff hatte: Er checkte Lukas Laub von hinten in die Bande, kassierte zwei plus zehn Minuten – und Welsh traf, weil die Kölner Defensive die Lücke nach einem Ehrhoff-Check überhaupt nicht schloss, zum 1:0 für Düsseldorf.

Gut nur, dass die Effektivität der Haie, die im letzten Drittel Dauerdruck ausübten, an diesem Abend noch schlechter war – oder anders ausgedrückt: die DEG-Defensive so gut. Und im Ernstfall war das Bakala – wie in der 58. Minute, als er mit einer grandiosen Parade gegen Felix Schütz den Sieg festhielt.

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