Eishockey

Auch Matt Halischuk steht nicht mehr im Roosters-Kader

Beim 0:4 gegen Wolfsburg war Matt Halischuk (re.) noch an Bord. Jetzt steht er nicht mehr im Kader.

Beim 0:4 gegen Wolfsburg war Matt Halischuk (re.) noch an Bord. Jetzt steht er nicht mehr im Kader.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Der Stürmer Matt Halischuk bleibt zweimal dem Training fern. Wird er suspendiert? Roosters gehen mit einem Rumpfteam in das Wochenende.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Blair Jones ist bereits suspendiert. Trifft es nun einen weiteren Roosters-Spieler? Jedenfalls wirft das Verhalten von Stürmer Matt Halischuk Fragen auf, nachdem er sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag nicht zum Training erschienen ist und somit aus dem Kader für das heutige Gastspiel bei den Grizzlys Wolfsburg und dem Heimspiel am Sonntag gegen Ingolstadt gestrichen wurde.

„Er war nicht beim Training. Mehr sage ich nicht“, zeigte sich gestern Trainer Jari Pasanen schmallippig in Abwesenheit von Manager Karsten Mende, der momentan Spieler für die kommende Saison in Finnland sichtet. Halischuk soll aber weder krank noch verletzt sein. „Das kommentiere ich nicht“, ließ sich auch Wolfgang Brück, der geschäftsführende Gesellschafter, nicht zu einer Stellungnahme zu den Vorgängen bewegen.

Brück: „Möchte den Dingen nicht vorweggreifen.“

So bleibt es also bei Spekulationen. Nach Informationen dieser Zeitung soll der Stürmer, der erst während der Saison verpflichtet worden war, erklärt haben, er wolle nicht mehr für die Roosters spielen. „Ich möchte Dingen nicht vorweggreifen“, beantwortete Brück die Frage, wie es denn nun mit dem Spieler weiter gehe - wohl auch aus juristischen Gründen. Man befinde sich in Gesprächen. Nach Ashton Rome gibt es damit schon einen dritten Pro­blemfall, was sicherlich nicht imagefördernd für den heimischen DEL-Klub ist.

Damit gehen die Sauerländer mit einem Rumpfteam in das Wochenende. Denn aus Verletzungsgründen fehlen Torhüter Chet Pickard (wurde in Krefeld vom Puck getroffen), die Verteidiger Hannu Pikkarainen (Schulterverletzung) und Michel Périard (Gehirnerschütterung) sowie Stürmer Brad Ross (Handbruch). Krank geht zudem Denis Shevyrin ins Spiel. Er soll im Sturm zum Zuge kommen, ebenso wie die Youngster Marcel Kahle und Noureddine Bettahar. Kahle zeigte beim DEL2-Klub Bietigheim zuletzt ordentliche Leistungen, für Bettahar ist der Sprung als Ex-Oberligaspieler aber noch zu groß. Daher ist auch das Spielen mit nur drei Angriffsreihen eine Option.

Und was ist diesem Rumpfteam in den Duellen mit den Play-off-Kandidaten zuzutrauen? Können die Sauerländer, die ihren letzten Drei-Punkte-Sieg am 9. Dezember einfuhren und danach nur noch zwei von zwölf Spielen gewannen, ihre Talfahrt stoppen?

Pasanen: „Natürlich wollen wir in Wolfsburg gewinnen!“

„Wir müssen nun einen Matchplan für diese Mannschaft erstellen“, so Pasanen und bezeichnet die Spielweise als „primitiv-einfach“, das sei nicht neu und habe in der letzten Saison auch funktioniert. Und der Coach des Tabellenführers fügt trotzig an: „Natürlich wollen wir in Wolfsburg gewinnen!“ Wichtig sei dann aber auch, dass man sich von der Strafbank fernhalte.Die Mannschaft, in der es zuletzt nicht sonderlich harmonisch zugegangen sein soll, hinterließ beim Donnerstagtraining einen konzentrierten, motivierten Eindruck.

Die Ausgangslage ist vor den noch verbleibenden 14 Spielen (davon acht Mal auswärts) und somit noch 42 möglichen Punkten klar: Der Rückstand auf Platz zehn bzw. neun (Straubing bzw. Berlin mit jeweils 49 Punkten und einem Spiel mehr) beträgt satte elf Zähler. Hinzu kommt das deutlich schlechtere Torverhältnis. Bislang haben die Sauerländer pro Spiel genau einen Punkt geholt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben