Iserlohn Roosters

Auch Jenike top – aber nur ein Roosters-Punkt in Nürnberg

Andreas Jenike machte in Nürnberg ein starkes Spiel.

Andreas Jenike machte in Nürnberg ein starkes Spiel.

Foto: Michael May / IKZ

Nürnberg.  Die Roosters haben im Tor ein Luxusproblem. So viel steht nach dem DEL-Spiel in Nürnberg fest. Offensiv und im Powerplay ist aber Luft nach oben.

Die erste echte Bewährungsprobe wartete auf Andreas Jenike nach rund acht Minuten – Nürnberg-Urgestein Patrick Reimer bereitete seinem früheren Teamkollegen mit seinem Torschuss aber keine größeren Probleme und so deutete zu diesem Zeitpunkt viel darauf hin, dass es eine schöne, sprich erfolgreiche Rückkehr nach Franken für den Goalie der Iserlohn Roosters werden sollte.

Das wurde es nur bedingt. Am Ende unterlagen die Iserlohn Roosters beim Auswärtsspiel in der Deutschen Eishockey Liga bei den Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 1:2 nach Verlängerung.

Der Start war so, wie man es sich aus Sicht des Teams von Trainer Jason O’Leary erhofft hatte – und vielleicht gab auch das Jenike die nötige Sicherheit. Spürbar selbstbewusst nach dem ersten glatten Sieg der Saison zwei Tage zuvor , knüpften die Iserlohn Roosters dort an, wo sie gegen Berlin am Mittwoch aufgehört hatten . Nach einem Scheibenverlust von Nürnbergs Chris Brown schalteten Brody Sutter und Marko Friedrich schnell um – am Ende war es Michael Halmo, der zur 1:0-Führung traf (7.).

Drei Minuten später kassierte der Neue im Kasten der Sauerländer, der am Freitagabend gegenüber dem zuletzt überragenden Anthony Peters den Vorzug erhalten hatte, aber den Ausgleich. Den Schuss von Brown hatte er prallen lassen müssen, Daniel Fischbuch, der von Daine Todd nicht entscheidend gestört werden konnte, staubte ab.

Nürnberg wird stärker

Friedrich konnte im Pausen-Interview am Mikrofon von Magenta Sport trotzdem ein durchaus zufriedenes Zwischenfazit ziehen. „Alles in allem war es ein gutes erstes Auswärtsdrittel. Der Wille ist da. Wir sind bereit, spielen mit viel Tempo – so kann es weitergehen“, sagte der gebürtige Franke – und hatte noch eine Idee, wie man Nürnberg in dieser engen und intensiven Partie in die Knie zwingen könnte: „Der Torwart (Niklas Treutle, Anm. d. Red.) ist unsicher, er lässt sehr viele Scheiben prallen. Wir müssen mehr schießen und den Puck ins Tor tragen.“

Daraus wurde aber nichts – hatte Iserlohn im ersten Drittel noch ein minimales Übergewicht besessen, kippte die Partie spätestens im Schlussdrittel in die andere Richtung. Schon im zweiten Durchgang wurden die Ice Tigers stärker, die beste Chance zur Führung hatten da die Hausherren nach 33 Minuten, als Austin Cangelosi nach einer Konterchance abschloss, Jenike aber auf dem Posten war.

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Überhaupt: Jenike! Spätestens in den letzten 20 Minuten rückte der Iserlohner Schlussmann mehr und mehr in den Fokus. Die Kräfte seiner Vorderleute, die lange ein aggressives Forechecking aufzogen, schienen zu schwinden. Die Konzentration des Torwarts war also gefragt, mit 96 Prozent Fangquote rettete Jenike sein Team in die Verlängerung.

In der Overtime jedoch schwächten sich die Gäste selbst, Alex Petan wurde nach einer Behinderung auf die Strafbank geschickt, mit der nächsten Großchance markierte Fischbuch schließlich das Tor, das seinen Nürnbergern zwei verdiente Punkte bescherte. „Für uns super ärgerlich, dass nur ein Punkt herausgesprungen ist“, sagte Jenike, der jedoch einräumte, dass seine Roosters „auch glücklich“ sein durften. „Denn wir haben uns schon sehr schwergetan.“

Am Sonntag (16.30 Uhr) empfängt Iserlohn die Augsburger Panther zum Heimspiel am Seilersee.

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