Eishockey

Aufgeben ist für die Iserlohn Roosters keine Option

Sympathiekundgebungen

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Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.   Es muss befürchtet werden, dass die Iserlohn Roosters zum ersten Mal eine DEL-Saison als Letzter beenden. Die Play-off-Chance ist minimal.

Nur noch große Optimisten in Roosters-Kreisen dürften an das Erreichen der Play-off-Runde glauben. Die Chance ist wohl lediglich theoretischer Natur. Vielmehr muss befürchtet werden, dass die Iserlohner erstmals in ihrer 19-jährigen DEL-Zugehörigkeit die Saison als Tabellenletzter beenden.

Die Fakten: 16 Spiele haben die Sauerländer (35 Punkte) noch zu absolvieren, 48 Zähler sind noch zu vergeben. Derzeit beträgt der Rückstand auf Platz zehn (bei einem Spiel weniger) 16 Punkte. Aber außer dem Zehnten Krefeld (51 P.) muss auch noch Nürnberg (38 P.; ein Spiel weniger) überholt werden. Und Wolfsburg als Vorletzter ist punktgleich (ein Spiel mehr), Schlusslicht Schwenningen (ebenfalls ein Spiel mehr) hat 33 Zähler.

13 von 24 Spielen mit einem Tor Differenz verloren

„Die Jungs geben weiterhin in jedem Spiel Gas. Wir haben unseren Job zu machen und versuchen alles. Wir müssen noch härter arbeiten und noch intelligenter“, sagt Trainer Jamie Bartman. Aufgeben sei keine Option. Aber ihm ist klar, dass diese Aussagen auch als Durchhalteparolen interpretiert werden. Aber was bleibt ihm anderes übrig?

Doch er spricht auch die Defizite an. Schwach sei das Powerplay, es werde zu wenig oder zu unpräzise geschossen. „Gerade bei knappen Begegnungen spielt das eine große Rolle“, so der Coach. Und knappe Niederlagen gab es reichlich. Die letzten sechs Partien wurden jeweils mit einem Tor Differenz verloren, insgesamt war das 1:2 gegen Mannheim schon die 13. Ein-Tor-Niederlage bei 24 verlorenen Spielen. Damit einher geht ein Verlust der Heimstärke, die letzten fünf Heimspiele wurden verloren.

Dass die Mannschaft schon seit Wochen am Limit spielt, darf sicherlich nicht ausgeblendet werden. Vielleicht ist aber nun angesichts der scheinbar aussichtslosen Lage schon die Zeit reif, mit Blick auf die kommende Saison auch Nachwuchsspielern wie Julian Lautenschlager und Tom-Eric Bappert vermehrt Eiszeiten zu geben.

Zudem hofft man im Roosters-Lager, dass einige Spieler zurückkommen. Travis Turnbull war am Sonntag schon wieder dabei, hat aber nun wieder Schmerzen. Gestern standen Kevin Schmidt, Louie Caporusso und Sasa Martinovic auf dem Eis. Sie könnten in absehbarer Zeit durchaus wieder in den Kader zurückkehren. Auch Daine Todds Ausfallzeit soll überschaubar sein. Lediglich bei Michael Clarke dürfte es noch deutlich länger dauern.

Selbstverständlich steht auch die Frage im Blickpunkt, wie der Kaderplanungen laufen. „Gejagt“ wird Lean Bergmann, dessen Vertrag nach eigener Aussage keine Option beinhaltet. Mannheim, Düsseldorf, Köln, Nürnberg oder Straubing sollen an ihm dran sein. Und die DEL-Topscorer Anthony Camara und Jon Matsumoto dürften ebenfalls heiß begehrt sein. Sogar Viertkeeper Jonas Neffin soll im Fokus der Adler Mannheim für Kooperationspartner Heilbronn stehen.

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