Iserlohn Roosters

Brück will die Rote Laterne wieder loswerden

Wolfgang Brück zeigt die Richtung an, in die es für die

Wolfgang Brück zeigt die Richtung an, in die es für die

Foto: Ralf Rottmann

Iserlohn.   Die Iserlohn Roosters haben die Planungen für die neue DEL-Saison aufgenommen. Umso mehr ärgert die Verantwortlichen die sportliche Misere.

Wolfgang Brück kennt diese Fragen, die sich derzeit fast alle Fans der Iserlohn Roosters stellen. Wer stellt den Kader für die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga zusammen? Wie sieht die sportliche Leitung in Zukunft aus? Wann werden die ersten Vertragsverlängerungen oder Zugänge am Seilersee bekannt gegeben?

Nur: Brück, Geschäftsführender Gesellschafter der Roosters, möchte sie aktuell nicht beantworten.

Denn von allem, was der Roosters-Boss vielleicht sagen würde, ließen sich vermutlich Rückschlüsse auf den momentanen Gesundheitszustand von Manager Karsten Mende nach dessen Schlaganfall ziehen. „In dem Moment, in dem ich etwas Konkretes höre, kann ich Stellung nehmen. Alles andere wäre nicht korrekt“, sagte Brück lediglich.

Schutzeigel: „Mühlen mahlen kräftig“

Ein wenig mehr ließ sich Bernd Schutzeigel in die Karten schauen. Der Prokurist der Roosters, der gemeinsam mit Wolfgang Brück die Personalplanungen vorantreibt und dabei auch Personalien abarbeitet, die Karsten Mende bereits initiiert hatte, sagte jetzt gegenüber dem „Iserlohner Kreisanzeiger“: „Die Mühlen mahlen kräftig.“ Ins Detail wollte er nicht gehen, aber er signalisierte, dass an den Baustellen intensiv gearbeitet werde, um konkurrenzfähig in die kommenden Saison gehen zu können.

Umso mehr ärgert die Verantwortlichen der Absturz der Mannschaft auf den letzten Tabellenplatz der DEL. Mit der 2:3-Niederlage in Ingolstadt, der zehnten in Folge, stellten die Sauerländer zudem den Negativrekord aus der Saison 2012/13 ein. Die Rote Laterne leuchtete vor gut zwei Jahren, am 27. Januar 2017, zum bis vergangenen Sonntag letzten Mal am Seilersee.

„Ich möchte nicht am Ende der Saison Tabellenletzter sein“, sagte Wolfgang Brück und forderte von Trainerstab und Mannschaft, „alle Kräfte zu bündeln, um diesen Platz wieder zu verlassen“. Letzter nach der Hauptrunde – das waren die Sauerländer in ihrer DEL-Geschichte schließlich noch nie. Dass sie aktuell ein Spiel weniger als Schwenningen und Wolfsburg absolviert haben, hellt die Stimmung nicht auf.

Kevin Orendorz sagt ab

Eine kurzfristig angestrebte Personalie zerschlug sich übrigens bereits nach einem Probetraining. Kevin Orendorz, Bruder von Roosters-Verteidiger Dieter und einstiger DEL-Spieler in Krefeld, entschied sich anschließend dazu, beim Regionalligisten Hammer Eisbären zu bleiben.

Es gibt aber auch optimistisch stimmende Nachrichten rund um die Iserlohn Roosters: Karsten Mende, der am Montag Geburtstag hatte und 51 Jahre alt wurde, hat das Krankenhaus laut IKZ verlassen.

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