Iserlohn Roosters

Herausragender Peters sichert Roosters zwei Punkte

Iserlohn Trainer Jason O Leary kann zufrieden sein. Rechtzeitig vor dem Derby gegen Düsseldorf ist die Trendwende geschafft.

Iserlohn Trainer Jason O Leary kann zufrieden sein. Rechtzeitig vor dem Derby gegen Düsseldorf ist die Trendwende geschafft.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Bremerhaven.  Das war wichtig. Einen kleinen Eishockey-Krimi gewinnen die Iserlohn Roosters in Bremerhaven nach Penaltyschießen. Der beste Mann steht im Tor.

Ryan O’Connors Zeigefinger ging zum Himmel, der Jubel des Iserlohners nach seinem entscheidenden Penaltytreffer steckte auch die Teamkollegen an. Zwei Punkte nach einem nervenaufreibenden Match nahmen die Roosters mit vom DEL-Auswärtsspiel bei den Bremerhaven Fischtown Pinguins und schaffen somit nach einer kleinen Durststrecke die Trendwende. Zu verdanken hatten sie dies einer starken kämpferischen Leistung. Einer ragte aus dem Team von Jason O’Leary am Freitagabend jedoch heraus – und das war Torhüter Anthony Peters.

Auch in der Szene des ersten Drittels stand Peters im Mittelpunkt. Die Aufnahme, welche die Roosters schon in der Pause in den sozialen Medien teilten, zeigte eine Draufsicht auf das Tor der Roosters – und einen schon geschlagen scheinenden Iserlohner Goalie. Peters hatte die Scheibe nach einem Schuss von Marc Zengerle aus den Augen verloren, langsam rutschte sie auf die Linie – oder drüber? Nein, entschied das Schiedsrichtergespann nach einem Videobeweis: kein Tor! Eine Frage von Millimetern, aber eine korrekte Entscheidung (12. Minute).

Auch in Durchgang zwei wurde es knifflig, denn einen strammen Distanzschuss von Bobby Raymond hatte Daniel Weiß zum 1:0 für den IEC ins Bremerhavener Tor abgefälscht – allerdings mit seinem rechten Schlittschuh (25.). Wieder zog es die Unparteiischen um Gordon Schukies an den Bildschirm, wieder entschieden sie zu Gunsten der Roosters: Keine Absicht – Treffer für die Sauerländer!

Die Iserlohner Führung hatte etwa acht Minuten Bestand. Am Ausgleich gab es nicht den geringsten Zweifel. „Ich habe es einfach mal probiert und er ging rein“, kommentierte Pinguins-Stürmer Miha Verlič seinen feinen Abschluss in den Winkel ganz nüchtern (33.). Peters war machtlos gewesen.

Intensiver Schlagabtausch

Das Spiel wurde intensiver, im Schlussdrittel ging es rauf und runter – klare Tormöglichkeiten waren eher selten. Die beste Chance für die Roosters hatten Weiß, Mike Hoeffel und Mike Halmo, als sie gemeinsam das Tor von Tomas Pöpperle bestürmten, aber scheiterten (49.). Auch sein Gegenüber stand noch einmal im Fokus, Peters ließ aber sowohl Stefan Esperland als auch Verlic aus kurzer Distanz verzweifeln (57.), so retteten sich die Roosters in die Overtime.

In Unterzahl von drei gegen vier für fast zwei Minuten war in der Verlängerung für die Gäste zittern angesagt. Im Shoot-Out parierte Peters dann zwei Mal, Brody Sutter und O’Connor erledigten den Rest. „Wir sind sehr glücklich, zwei Punkte mitzunehmen, das ist für uns großartig. Aber es war sehr harte Arbeit“, bilanzierte O ‘Connor im Interview bei Magenta Sport glücklich. Am Sonntag kommt nun die Düsseldorfer EG zum Derby an den Seilersee (17 Uhr).

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