Eishockey

Roosters überzeugen in Berlin - belohnen sich aber nicht

Die Iserlohn Roosters (Szene gegen Straubing) verloren in Berlin.

Die Iserlohn Roosters (Szene gegen Straubing) verloren in Berlin.

Foto: Michael May

Berlin.   Die Iserlohn Roosters hielten das Spiel beim Dritten Berlin lange offen, doch es reichte nur zu einem Jaspers-Tor. Die Berliner siegten mit 3:1.

Eine gute Auswärtsleistung lieferten die Roosters beim Dritten in Berlin ab, sie belohnten sich dafür aber nicht mit Zählbarem.


Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:1 (2:1, 0:0, 1:0). Das Match beim Tabellendritten bildete den Abschluss eines Zehn-Spiele-Marathons seit dem 15. Dezember 2017. „Das ist die Saison. In dieser Zeit musst man punkten und sich eine Ausgangsposition für die letzten Spiele schaffen“, sagte Trainer Rob Daum noch nach dem knappen Sieg über Straubing am Freitag.

Dass es für die ohne Dieter Orendorz und Travis Turnbull angetretenen Sauerländer trotz eines guten Auftritts nicht zu einem Verbesserung der 16-Punkte-Ausbeute reichte, lag vor allem am Auslassen von Torchancen. „Wir haben es leider nicht hinbekommen, das zweite Tor zu machen. Wir hatten eine Druckphase, aber da hat Vehanen gut gehalten“, resümierte Marko Friedrich nach der Niederlage bei „Telekomsport“. Aber auch der Kräfteverschleiß machte sich wieder bemerkbar. „Wir haben nicht wie Berlin die Tiefe im Kader“, verwies der Stürmer auf den Unterschied zu einem Spitzenteam.

Eisbären erzielen im Powerplay das Siegtor

Dieser machte sich in den sechzig Minuten zuvor nicht bemerkbar. Die Roosters verbuchten einen guten Start und kamen durch Jake Weidner bereits nach 48 Sekunden zu ihrer ersten guten Möglichkeit. Doch schon hier zeigte Eisbären-Keeper Vehanen seine Klasse, mit der die Gäste im weiteren Spielverlauf noch weiter hadern sollten. Doch auch Mathias Lange, der absprachegemäß zwischen den Pfosten stand, zeigte sich von Beginn an hellwach. Nach dem guten Auftakt erspielten sich dann aber die Hausherren den Vorteil. Zunächst verhinderte Denis Shevyrin, dass nach einem Aubry-Schuss der Rebound einen Abnehmer fand (7.). Doch dann ließ die Roosters-Defensive MacQueen auf der linken Seite zu sehr gewähren, der mit einem platzierten Schuss zur Führung traf.

Aber Iserlohn kam zurück. Nach dem zunächst die erste Überzahl ungenutzt verstrich, konnten man aus dem zweiten Powerplay Kapital schlagen. Chris Brown passte auf Jason Jaspers, der direkt von Links zum Ausgleich einklinkte. Ein dumme Aktion von Brown brachte die Gäste dann wieder ins Hintertreffen. Denn nachdem sich Jack Combs und Oppenheimer mit den Stöcken beharkten, leistete sich Brown eine Undiszipliniertheit, so dass der IEC in Unterzahl agierte. Aus dem Gewühl vor dem Roosters-Gehäuse landete die Scheibe beim völlig freistehenden Parlett, der aus dem Bullykreis abzog – und traf. Erneut lagen die Roosters zurück. „Wir müssen mehr die Beine bewegen und mehr Zeit in der Berliner Zone verbringen“, forderte Christopher Fischer im TV-Interview für den zweiten Abschnitt.

Sauerländer lassen gute Chancen liegen

In dem lief es ab der „Halbzeit“ dann auch für das Daum-Team besser. Nach einem MacQueen-Break kamen zunächst Blaine Down und Schmidt zu guten Schüssen (28.). Später blieb Sasa Martinovic (500. DEL-Spiel) aber auch an Vehanen hängen. Vier Minuten vor der Pause tauchte Down nach schöner Vorarbeit von Combs und Brown frei vor Vehanen auf und vergab. Es war die Riesenchance zum erneuten Ausgleich. Und auch bei Jaspers Möglichkeit lag das 2:2 in der Luft.

Den Schwung aus dem Mittelabschnitt nahmen die Roosters mit ins Schlussdrittel. Doch auch hier ließen die Blau-Weißen die Chancen liegen, während Lange gegen Petersen eine Glanztat hinlegte (48.). In der 58. Minute lag der Puck durch Chad Costello im Berliner Tor, die Partie war jedoch zuvor abgepfiffen worden. 46 Sekunden vor Schluss setzte Daum alles auf eine Karte. Ohne Erfolg. Stattdessen schob Oppenheimer ins leere Tor ein. „Nach dieser intensive Phase brauchen die Jungs nun zwei Tage frei“, so Rob Daum. „Wenn wir die Akkus aufladen, sind wir wieder voll dabei“, stellte Friedrich in Aussicht.

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