Roosters

Roosters verlieren auswärts zum fünften Mal in Folge knapp

Nach dem Sieg gegen Krefeld verloren die Roosters in Ingolstadt.

Nach dem Sieg gegen Krefeld verloren die Roosters in Ingolstadt.

Foto: Stefanie Albedyhl

Ingolstadt.   Nach Downs Anschlusstor drehen Iserlohner auf. Aber sie finden die Lücke nicht.

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Bei den Iserlohn Roosters läuft es auswärts weiterhin suboptimal. Auch in Ingolstadt mussten sie sich gestern Nachmittag trotz ordentlicher Leistung wieder äußerst knapp geschlagen geben. Denn zum fünften Mal in Folge kassierten sie eine Niederlage mit einem Tor Differenz. Dazu trugen auch zwei große Strafen bei.


ERC Ingolstadt - Iserlohn Roosters 4:3 (2:2, 1:0, 1:1). Dabei hatten die Gäste, die auf den erkrankten Greg Rallo verzichten mussten, einen optimalen Start erwischt. Denn ihnen gehörte klar die Anfangsphase. Bereits nach sieben Minuten belohnten sie sich mit der Führung. Troy Milam, der nach seinem temporären Ausfall am Freitag wieder einsatzfähig war, hatte sich auf dem rechten Flügel durchgesetzt, seine Hereingabe landete bei Boris Blank, der am blauen Eis des Torraums stehend vollendete.

Und wenig später bot sich die erste Überzahlchance. Doch dieses Powerplay führte überraschend zum Bruch im Spiel der Gäste. Ingolstadt erspielte sich mit einem Akteur weniger zwei Topchancen, die beste nach einem Blank-Fehler im offensiven Drittel durch Boyce. Der steuerte auf Chet Pickard zu, scheiterte jedoch am Goalie (12.).

Jetzt waren auch die Panther im Spiel angekommen und drehten innerhalb von 120 Sekunden mit zwei Powerplaytoren das Duell. Zunächst erzielte Laliberte aus dem Gewühl heraus seinen 101. DEL-Treffer (15.), dann fälschte Irmen einen Kohl-Schlagschuss zum 2:1 ab. Wieder hatten die Panther nur gut 40 Sekunden gebraucht, um die Überzahl zu nutzen.

Caporusso gelingt Ausgleich nach Konter in Unterzahl

Und bei einem weiteren Powerplay der Bayern drohte den Roosters erneutes Ungemach. Aber es kam anders: Denn Luigi Caporusso leitete einen Unterzahlkonter ein und drückte die Scheibe nach einem Schuss von Michel Périard 19 Sekunden vor Drittelende zum verdienten Ausgleich ins Netz.

Auch im zweiten Drittel besaß der IEC glänzende Chancen durch Blair Jones, Matt Halischuk und Marko Friedrich, auch in Unterzahl ließ das Pasanen-Team nichts anbrennen. Aber es musste für zehn Minuten auf David Dziurzynski verzichten, der sich zurecht eine Disziplinarstrafe einhandelte. Noch vor Drittelende gingen die Hausherren abermals in Front, nach einem klasse Spielzug traf Oppenheimer (38.). Doch der IEC setzte sofort nach, Blaine Down verpasste aber den Ausgleich (40.). Der Mittelabschnitt war allerdings recht unspektakulär verlaufen, beide Teams hatten sich gegenseitig unter Kontrolle.

Das letzte Drittel begann denkbar ungünstig, denn nach einem Bandencheck kassierte Blair Jones eine Spieldauerdisziplinarstrafe, damit war die Offensive weiter geschwächt (42.). Allerdings hielten sich die Sauerländer in dieser fünf Minuten dauernden Unterzahl schadlos, Down besaß sogar eine Konterchance, scheiterte aber an Pielmeier (44.). Das Match blieb offen.

Doch Ingolstadt agierte kaltschnäuziger und profitierte von einem der wenigen groben Iserlohner Schnitzer. Blitzschnell wurde nach einem abgefangenen IEC-Angriff mit einem weiten Pass die vorgerückte Abwehr überspielt, Boyce nahm die Scheibe an, fackelte nicht lange und zog ab (49.). Jetzt wurde es eng für die Sauerländer.

Letzter Auswärtssieggelang am 16. Oktober

Aber sie zeigten Moral und kamen dreieinhalb Minuten vor dem Ende zum Anschlusstor. Down hatte aus der Drehung heraus aus der Kurzdistanz getroffen. Sollte doch noch etwas gehen?

Die Waldstädter erhöhten den Druck und setzten sich mit sechs Feldspielern im Ingolstädter Drittel fest. Doch sie fanden keine Lücke, so dass die Bayern am Ende über den vierten Sieg in Folge jubeln durften, während die Iserlohner wieder einmal mit leeren Händen die Heimfahrt antraten und damit seit dem 3:2 in Schwenningen am 16. Oktober weiter auf einen Auswärtssieg warten.

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